1undachtzig bis 1hundert

Selbstfürsorge ist Selbstfürsorge ist Selbstfürsorge und bedeutet auch, dass wenn mich Ungemach in Form von Rotz, Hust und Hatschi heimsucht, mache ich eben eine Pause. So vergangenes Wochenende. Da auf der Arbeit gerade nicht an Pause zu denken ist, habe ich mich das vergangene Woche gepflegt und bin nun heute am Start mit dem fünften Teil aus den 1.000 Fragen an mich selbst.

81. Wie geduldig bist du?

Gar nicht, weder mit mir selbst noch mit anderen. Das ist eine echte Schwäche.

82. Wer ist dein gefallener Held?

Mit Held*innen habe ich es nicht so. Verehrung, Pathos, Throndenken liegen mir fern. Allerdings gibt es ein paar Menschen, die ich wirklich bewundere – für ihr Engagement, ihren Einsatz in kritischen Situationen und Krisen, ihre klare Haltung und Kante.

83. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?

Das kommt darauf an. Wenn man mich mit Frosties, Gänseblümchen und LiebeLiebeLiebe erpressen möchte?!

2010 – Freunde aus Hamburg zu Besuch und gleich als DemoTouristen verschrien. Soll ich sie mal fragen, was sie zu Arndt sagen? *muharharhar*

84. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?

Das sollten Birte und Martin sein.

85. Meditierst du gern?

Ja, aber noch nicht so lange. Diese Form der Entschleunigung und Selbstfürsorge habe ich in den vergangenen Monaten für mich entdeckt.

86. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?

Mit einem guten Gespräch mit meinem HerzMenschen. In dem ich meinen Lieblingsmenschen ein Ohr abkaue.

87. Wie heisst dein Lieblingsbuch?

Der träumende Delphin von Sergio Bambaren

88. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?

HerzMensch, Lieblingsmenschen & Kolleginnen

89. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?

Keine Ahnung. In Anbetracht der Tatsache, dass „ja“ auch ein schönes Füllwort ist, nehme ich an, dass ich ja wohl ja mehr sage und schreibe. Ja nee, oder doch ja?

90. Gibt es Gerüchte über dich?

DummelFood
Gestellte Szenen zum Vorwurf ich sei linksextremistisch

Klar gibt es Personen, die mich nicht leiden können. Klingt komisch – ist aber so. Es gibt Personen, denen ich auf den Schlips getreten bin und es gibt Personen, denen ich nachhaltig auf die Nerven gehe und ihnen auf die Füße trete. Und wenn die Verzweiflung darüber zu groß zu werden scheint, streuen sie Gerüchte.

91. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?

Arbeiten – ich habe immer gearbeitet, ich habe immer etwas getan, im Zweifel ehrenamtlich. So sehr ich mein Zuhause liebe aber ohne Arbeit geht gar nicht. Das höchste der Gefühle wäre, eine Zeit zu Hause bleiben um mein 3. Buch fertig zu stellen – aber nee, ich muss raus. Ich  muss mit Menschen, für Menschen sein, sonst fühle ich mich nicht als Mensch.

92. Kannst du gut Auto fahren?
Ich könnte zwar fahren – aber nein, ich habe keinen Führerschein und möchte auch keinen erwerben. Das wäre nicht gut – nicht für den Verkehr, nicht für meine Beifahrer*innen und auch nicht für mich.

93. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?

Ich war nie nett, ich bin nicht nett und ich werde auch nie nett sein. Bei manchen Menschen ist es mir durchaus wichtig, dass sie mich gerne, im Sinne von lieb haben – ja klar. Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe Personen, die mich echt mal gerne haben können.

 

94.Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?

Mit dem Herzmenschen ans Wasser fahren – irgendwo an einen Strand mit Kuscheldecke und ganz viel #LiebeLiebeLiebe. Oder nach Rostock fahren und das beste Steak ever genießen. Oder im Sofa mit Freund*innen chillen und versacken. <3

95. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen?

Nicht, dass ich wüsste. Mir wurde da zwar schon das eine oder andere nachgesagt, bis dahin, dass Strafanzeigen gestellt wurden. Wobei ich meine erste und meine zweite Strafanzeige hier in Greifswald im Alter von 50 und 51 Jahren kassierte. Jaaa richtig, die Geschichte – damals. Beide Versuche haben nicht gefruchtet, ich bin immer noch nicht mundtot und ich werde weiter mit allen mir zur Verfügung stehenden legalen Mitteln gegen Unrecht, Hass und Menschenverachtung vorgehen.

96. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?

Was meint ihr? Womit ich d’accord gehe, habe ich mal gefettet.

Der typische Skorpion ist ausdauernd, belastbar, bewahrend, defensiv, eifersüchtig, engagiert, entschlossen, extremistisch, fanatisch, forschend, furchtlos, gerissen, grüblerisch, instinktiv, jähzornig, kompliziert, kompromisslos, leidenschaftlich, machtgierig, manipulierend, misstrauisch, mutig, mysteriös, nachtragend 

Ich selbst sage in diesem Zusammenhang immer – „Ich bin Skorpion, klein und giftig!“

97. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?

Schwarz, Grau, Grün

98. Holst du alles aus einem Tag heraus?

Bis zur letzten Sekunde. Vorher schlapp machen oder aufgeben ist nicht – geht nicht – darf nicht. Was ich heute kann besorgen, das schafft Raum und Zeit für Morgen.

99. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?

Gar nicht mehr so viele, weil ich gar keine Zeit mehr habe. Allerdings bin ich bekennende Trash-Junkie und SoapLiebhaberin. Wenn ich also eh daheim bin, weil krank, dann sehe ich sie so ziemlich alle.

100. In welchen Momenten wärst du am liebsten ein Kind?

Wieso wäre? Ich bin ganz oft Kind. Immer wenn es geht.  Ganz nach Nessaja aus Tabaluga von Peter Maffay.

Ich wollte nie erwachsen sein
hab‘ immer mich zur Wehr gesetzt.
Von außen wurd‘ ich hart wie Stein
und doch hat man mich oft verletzt.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Unten auf dem Meeresgrund
wo alles Leben ewig schweigt
kann ich noch meine Träume seh’n
wie Luft, die aus der Tiefe steigt.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Ich gleite durch die Dunkelheit
und warte auf das Morgenlicht.
Dann spiel‘ ich mit dem Sonnenstrahl
der silbern sich im Wasser bricht.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Text & Logo, Tabaluga und die Reise zur Vernunft, Nessaja, Rolf Zuckowski & Peter Maffay, 1994

bleiben 920 Fragen – heute 61 – 80

Selbstfürsorge stand diese Woche im doppelten Sinne auf meinem KrickelKrackelTo2Zettel. In den letzten Tagen war mein Schnee im Schnee und ich habe nicht verschlafen, ich bin nicht verhungert, Hobbit und Tetzi hat es an nichts gemangelt (außer den schneeschen Streicheleinheiten) und mein Schutzengel hat mächtig Überstunden gemacht und sich noch ein bis fünf neue Kratzer geholt. Ich habe mir meine Auszeiten genommen, mich nicht verzettelt und es hin und wieder einmal mehr geschafft, zuerst auf mich zu schauen und dann auf all die lieben und Lieblingsmenschen um mich herum, mein Ding so gut es geht zu machen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ganz besonders stolz bin ich darauf, dass ich offenbar wirklich lerne, mich nicht jeder Provokation hinzugeben, darauf einzusteigen und auf  Karma zu vertrauen. Zur Belohnung gab es am Ende der Woche eine kleine Beförderung 😉

 

Doch nun weiter im Text – weiter in den 1.000 an mich – weiter mit 61 – 80. 

61. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

  • Beruflich nein (was aber ganz und gar nicht schlecht ist – im Gegenteil!)
  • Menschlich ja.

62. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Ich tanze (noch) nicht. Ich möchte später im Alter eine Tanzschule besuchen und hoffe, dass ich dann auch meinen Menschen soweit habe, mitzuziehen.

63. Welche Eigenschaft(en) schätzt du an einem Geliebten sehr?

Ehrlichkeit und Menschlichkeit. Keine Wahrheit kann wahrer Liebe etwas anhaben, aber eine Lüge reicht, um sie zu zerstören.

64. Was war deine größte Anschaffung?

Gibt es nicht.

65. Gibst du Menschen eine zweite Chance?

Das ist eine sehr schwierige Frage und lässt sich pauschal nicht beantworten. Darüber entscheiden in der Regel Bauch und Herz und viele Faktoren spielen eine Rolle. Grundsätzlich halte ich es mit der Weisheit „Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.“ Kenne ich den Menschen länger, ist die Frage, um wen geht es und um was? Nein, die Frage lässt sich nicht pauschal mit ja oder nein beantworten.

66. Hast du viele Freund*innen?

Im Facebook – Jupp. Im Leben – Nein – aber die, die ich zu meinen Freund*innen zähle, wissen es hoffentlich und ich lasse es sie hoffentlich auch spüren, wie wichtig sie mir sind, was sie mir bedeuten und was mir die Freundschaft mit ihnen bedeutet.

67. Welches Wort bringt dich auf die Palme?

Aktüll #GroKo: Diese Abkürzung steht für mich für das #GroßeKotzen. Parteien und deren Vertreter*innen, die sich mit einem C (christlich) und einem S (sozial) schmücken, gehen gerade halbgare Deals ein, treten #Menschlichkeit und #Menschenwürde mit Füßen, haben Werte, wie Familie und Nächstenliebe, aus ihrem politischen Denken und Handeln gestrichen, fordern und fördern damit den rechten Rand und alles Pack und Folck, was sich jenseits davon befindet. Und das zieht sich von der großen Politik bis in die kleine Bürgerschaft.

68. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?

Ja.

69. Wann warst du zuletzt nervös?

Montag – als ich auf das Ergebnis der Röntgenaufnahme gewartet habe und Donnerstag 😀 Es gibt gerade beruflich allerlei „erste Male“ und da hat auch bigi, mit der sonst sehr großen Klappe, schon mal Lampenfieber.

70. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?

Das Glück und die Dankbarkeit eines zu haben. Die Menschen um mich herum.

71. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

Nicht aus dem Kaffeesatz und aus Kämmträiälls 😀 Tageszeitungen und Nachrichtensendungen der bösen öffentlich rechtlichen Sendeanstalten. Und ein bis zweimal in der Woche gebe ich mir die OZ und den Nordkurier – mehr Rechtsfutter und Hochleistungsjournalismus vertrage ich nicht, dann könnte ich ja auch das Papier mit den vier blödStaben lesen.

72. Welches Märchen magst du am liebsten?

Jedes Märchen, das das Leben schreibt.

73. Was für eine Art von Humor hast du?

Meinen ganz eigenen fürchte ich. Ich lache super gerne, auch über mich selbst. Aber es ist recht schwierig, mich zum Lachen zu  bringen.  Ich hasse „Witze“. Ich hasse diese Videos, in denen sich immer eine/r auf die Fresse legen muss, in denen Menschen, denen schmerzhafte Pannen passieren, bloß gestellt werden. Die Comedy der 90er fand ich noch gut – heute bildet sich scheinbar jede/r Comedian ein, dass Sex wirklich sells… es ödet mich an. Gut gemachtes politisches Kabarett, gerne auch bissig. Schmitz Katze, Schmitz Mama, Schmitz Häuschen finde ich großartig – sowohl als Buch, als auch auf der Bühne. Torsten Sträter haut immer mindestens fünf bis sechs Lacher bei mir raus und erstmalig hat mich Frau Kebekus mit „AlphaPussy“ von Anfang bis Ende erreicht.

74. Wie oft treibst du Sport?

Täglich!

75. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?

Im positiven Sinne glaube ich schon – sonst wäre ich jetzt nicht glücklich hier und da, wo ich bin. Aber das müssten die Menschen um mich herum gefragt werden?

Gefühlt würde ich behaupten, bei der ProvinzU. Und natürlich bei der ProvinzPegida und diversen rechts einzusortierenden Provinzler*innen und Trumpet*innen  – warum sonst sollten sie mich immer wieder gerne zum Thema ihrer facebookschen Alltags- und Lebensgestaltung machen, meine Beiträge hier und aus Facebook teilen und kommentieren und versuchen mich zu diskreditieren, wo es nur geht? Nunja,  in Vorpommern-Greifswald gibt es sicher noch den einen oder anderen Herren, der sich von mir und meinem Wirken beobachtet und bedroht fühlt. Das ist ja auch so eine Art „bleibender Eindruck“.

76. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

  • Meinen Menschen
  • Meinen Glauben
  • Liebe
  • Menschlichkeit
  • Meine Lieblingsmenschen und Freund*innen
  • Musik
  • Bleistift und Papier

Könnte, aber gerade nicht bereit dazu:

  • Kaffee
  • Kippen

77. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?

  • Tagebuch schreiben
  • Buch 3 und 4 endlich fertigstellen und veröffentlichen
  • Zeichnen
  • und mich natürlich gut führen, damit es vielleicht nur 3 Jahre werden 😀

78. Was hat dich früher froh gemacht?

  • Mama
  • die 8 Jahre mit meiner „ZweitFamilie“

79. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Hose, Hoodie oder Hemd, Turnschuhe

80. Was liegt auf deinem Nachttisch?

  • Horus und das Pummeleinhorn von Lauri
  • Bleistift und Papier
  • Nasenspray

1.000 Fragen ♥ 41 – 60

Liebe Fragenden und Fragwürdigen 😉

Bevor ich die dritte Runde der 1.000 Fragen an mich freigebe hier noch ein kleiner Tipp. Eingangs schrub ich ja bereits, dass diese Fragen in einem kleinen Büchlein dem FlowMagazin beilagen – das war 2016. Wer neben den PDF-Fragen das Original sucht, zum Selbstbehalten oder zum Verschenken, der wird hier fündig:

KLICK-KLICK

Über diesen Link lässt sich ganz einfach das Einzelheft 18 bestellen, in dem das Büchlein beigelegt ist.

Irgendwie gibt es Unterschiede zwischen Anjas und meinen Fragen, darum hier die Fragen, die sich nicht mit ihrer 3. Runde decken:

41. Trennst du deinen Müll?

Klar, das was ich trennen kann – allerdings ist Mülltrennung in einer Stadt mit grünem Bürgermeister alles andere als selbstverständlich. Es ist nämlich teuer, sagt er – oder er sagt, die Stadt sei gar nicht zuständig, sondern der Landkreis – das ist nämlich unser aller Lieblingsausrede. Funktioniert umgekehrt genauso – dann bekommt Stefan den schwarzen Peter.

BioMüll wird in einer Stadt mit grünem Bürgermeister zum Beispiel gar nicht abgefahren – der kommt in den Restmüll, denn die Biotonnen sind zu teuer. Und weil wir natürlich alle in Greifswald einen großen Garten haben am unbezahlbaren Wohnraum, gibt es irgendwann Sammelstellen für Grünschnitt.

In Greifswald empfiehlt es sich also grundsätzlich Müll zu vermeiden, denn nur wo ein grüner Bürgermeister dran ist – muss das mit der Ökologie, Nachhaltigkeit etc. noch lange nicht funktionieren.

42. Warst du gut in der Schule?

Definiere gut! Ich war gut in Volley- und Völkerball, im ZuspätKommen, HausaufgabenVergessen und auf dem Raucherhof rumlungern. In der Grundschule sagte man mir, ich habe eine „Handschrift, wie ein Ferkel, das seinen Sterz durch Tinte zieht.“ Und ginge es nach mir, gäbe es alle 1,5 cm ein Komma oder gar keines. Latein habe ich zu Gunsten der guten Hauswirtschaft und auf Anraten eines komplett frustrierten Lateinlehrers abgewählt (Talentfreiheit gelang mit mir in eine neue Dimension). Bevor ich mich mit einem Abgangszeugnis des Gymnasiums mit 3,5er Schnitt bewerbe, mach ich lieber noch ein drittes Mal die 10te auf der Realschule – das brachte mir nen 1er Schnitt und meine Traumausbildung zur Zahnarzthelferin mit nur einer Bewerbung. Heute texte ich für Menschen, die Texte brauchen, habe zwei Bücher geschrieben und zwei weitere sind im Entstehen, mit dem Komma stehe ich immer noch auf Kriegsfuß, genauso wie mit den Naturwissenschaften.

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?

Im Schnitt 15 Minuten, nicht länger… Allerdings bin ich mehr der BadeTyp und das für ein bis zwei Stunden

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?

Ja unbedingt. Man muss sich nur mal aktuell in politischen Gremien, Parteien, „Bürgerinitiativen“ und in bewegten Facebookgruppen umsehen – menschlich ist das nicht!

41. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?

Das kommt auf den Tag und die Regeln des Tages an 🙂 Also grob könnte man sagen um 6 Uhr – also für mich gefühlt mitten in der Nacht. Es gibt aber auch Tage, da bin ich schon um 4.30 Uhr auf den Beinen – oder erst um 8 Uhr.

42. Feierst du immer deinen Geburtstag?

Nein – Mein Geburtstag war und ist für mich nicht wirklich wichtig. Das letzte Mal hab ich es 2015 zur 5ten Null krachen lassen – der schönste Geburtstag ever! Davor war es der 30ste. Sprich, die nächste Feier gibt es dann vielleicht im November 2035 – ihr könnt es euch ja schonmal mit Bleistift in den Kalender eintragen 😉

43. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?

Einmal *muharhar* Nach wie lange wurde nicht gefragt.

44. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?

Den Einen

45. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?

Vor 1 Minute, meinen alten Kater

46. Was kannst du richtig gut?

Nichts. Ich möchte behaupten, dass ich einiges gut kann, in manchem recht gut bin, in wieder anderem ganz geschickt und dann gibt es Sachen, die ich gar nicht kann. Vielleicht fällt einem von euch etwas ein, was ich eurer Ansicht nach richtig gut kann. Ah – ich weiß – EwigLangSätze, Sätze die beginnen und gefühlt niemals enden.

47. Wen hast du das erste Mal geküsst?

Meine GartenzaunFreundin Sigrid.

48. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?

Brandgefährlich von Markus Nierth, dicht gefolgt von der Klaren Kante des wunderbaren Kapitän Schwandt. Seine Kolumnen, seine Sicht auf die Horrorschlümpfe – einfach nur klasse.

49. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?

Für mich gibt es kein Brautkleid – ich habe beide Male in Hosen geheiratet 😀

50. Fürchtest du dich im Dunkeln?

Manchmal. Nach meiner letzten Begegnung mit nicht nur höchst besorgten sondern auch noch sternhagelvollen bewegten Bürgern, die meinten sie müssten mir ihre kackbraune Welt erklären etwas mehr.

51. Welchen Schmuck trägst du täglich?

Einen Ring mit einer TigeraugenPerle.

52. Mögen Kinder dich?

Ab dem 3. / 4. Lebensjahr unverständlicherweise ja.

53. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?

Alle – es gibt nur ganz, ganz wenige Filme, die ich einmal wenigstens im Kino sehen möchte – wegen der großen Leinwand. Ansonsten finde ich Kino ganz furchtbar und derweil auch derart überteuert, dass es echt keinen Spaß macht. In meiner alten Heimat, die alte Filmbühne, ein kleines Programmkino – das habe ich geliebt… aber heute – nope.

54. Wie mild bist du in deinem Urteil?

Mit mir selbst bin ich unheimlich streng. Ansonsten verlange ich eigentlich von niemandem etwas, was ich nicht selbst bereit wäre zu leisten – wobei das scheinbar gerne zu Überforderungen führt und mich in eine gewisse Frustration. Ich arbeite gerade an mir diesbezüglich. Allerdings gibt es Urteile, die ich im Leben nicht wieder ablegen kann, weil die Ursachen so tief gehen… da bin ich ganz Skorpion – klein und giftig.

55. Schläfst du in der Regel gut?

Nein, mein Schlaf ist komplett frei von Rhythmus. Aber auch daran arbeite ich.

56. Was ist deine neueste Entdeckung?

Wie grundabtief hässlich, widerlich und abscheulich Leute sein können, die es überhaupt nicht nötig hätten – die einfach vergessen, dass sie eine Familie, Gesundheit und ganz schön viel Glück im Leben haben. Und dass das Bild von „meinem“ Greifswald gerade ganz mächtig bröckelt. Die schönste Hansestadt am Ryck hat für mich mächtig an Charakter und Glanz verloren im letzten Jahr.

Einhörner – nach Elefanten, Leuchttürmen, Schafen und Plüschtieren nun Einhörner.

57. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Unbedingt. Irgendetwas wird es dort geben.

58. Auf wen bist du böse?

Ich hasse niemanden – dieses Gefühl ist einfach viel zu groß, als dass ich es jemandem vergönnen würde. Böse bin ich immer mal wieder, auf verschiedene Leute – meistens auf jene, die nach unten treten, die ihren Frust, ihr Scheitern am Leben und Lieben an Schwächeren auslassen.

59. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Zur Zeit noch nicht – aber das wird sich im Laufe des Jahres sicher ändern. Obwohl ich es überhaupt nicht leiden kann.

60. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Wenn es jemandem, den ich gerne habe nicht gut geht – wenn er / sie / es Kummer hat. Alles andere werde ich hier sicher nicht breit treten und kundtun. Ich weiß ja wer hier mitliest und ich habe keinen Bock darauf, bewegte Psychogramme von mir über eventüllen Kummer irgendwo nachzulesen. Dazu sollten all die anderen Antworten ausreichen 🙂

Nur noch 3x im Theater Vorpommern – eine internationale FrauenTheatergruppe präsentiert „Du? Ja!“

Mit Theater über Grenzen. Ein Experiment.

In der Inszenierung „Du? Ja!“ der internationalen Frauentheatergruppe des Theaters H2B stehen 7 Frauen aus 5 Ländern auf der Bühne. Eine Förderung durch die Aktion Mensch und das Kreisdiakonische Werk-Greifswald e.V. hat dieses Projekt möglich gemacht.
Vieles wird an diesem Abend körperlich dargestellt, dennoch sind alle Heimatsprachen ständig zu vernehmen, alles wird übersetzt, so dass man dem Stück gut folgen kann. In einer Länderchoreographie spielen die Darstellerinnen ihren Weg nach Greifswald nach und in interviewartigen Situationen erfahren wir einiges über ihre Gedanken zu Themen, die jeden Menschen betreffen: Bist du so geworden wie deine Mutter? Wolltest du so werden wie deine Mutter? Denkst du oft an den Tod? Kannst du dich beim Schuhe kaufen entspannen?

Wir hören u.a. ein russisches Lied und ein (urkomisches!) kurdisches Lautgedicht, trotzdem bleibt die Inszenierung immer fiktional: Die Frauen (im Alter von 22 bis 57), tragen die Namen von Bühnenfiguren, sind also nie privat auf der Bühne zu erleben. Dies ist von der Regie klug gewählt, bewahrt es uns als Publikum doch davor, in die Rolle des Voyeurs zu rutschen, tut aber gleichzeitig dem authentisch anmutenden Spiel der Darstellerinnen keinen Abbruch.

Die Inszenierung von Eva-Maria Blumentrath nutzt das Theater an diesem Abend als einen Ort der Begegnung und führt uns in kurzweiliger und spannender Form eine einfache, aber in diesen Zeiten enorm wichtige Tatsache vor Augen: Menschen sind verschieden! Das ist schön, manchmal traurig, oft witzig oder macht wütend, aber vor allem ist es eine Realität. Dabei könnte schon im Zusammentreffen mancher Spielerinnen auf der Bühne ein gewisses Konfliktpotential liegen: Ukrainerin trifft Russin, Russin trifft Syrerin, Syrerin trifft Deutsche und das alles in Zeiten von AFD und Pegida.

Aber wie wir an diesem Abend erleben dürfen: Begegnung ist machbar! Ein Theaterstück, welches mich als Zuschauer solches fühlen lässt, leistet großes – egal, ob das Spiel der Darstellerinnen in jedem Moment handwerklich perfekt ist. Keine der Frauen hatte je zuvor auf einer Bühne gestanden, die Probenzeit betrug knappe drei Monate, Kinderbetreuung war ständig zu organisieren und die Lebensrealität stand sowieso ständig im Raum: Eine der Frauen kämpfte während der Proben gegen ihre Ausweisung, eine andere erfuhr am Tag der Premiere, dass eine Freundin bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen ist (was von einer anderen Darstellerin spontan durch eine symbolische Geste in die Premiere eingebaut wurde).

Plötzlich rücken in einem solchen Moment Konflikte, die in anderen Ländern toben, ganz ungemütlich nah an uns heran. Und wir dürfen auf der Bühne sieben verschiedene Frauen erleben, die uns viel zu sagen und zu zeigen haben. Ein unbedingt sehenswerter Theaterabend!

 

23.01.2018 krishan

Die Stecknadel fiel nicht – aber wir hätten sie gehört

In Minuten schnelle war der RubenowSaal bis auf die letzte Treppenstufe besetzt. Das Licht erlosch – angenehme Musik – das Experiment begann.

 

Am Dienstag, den 23.01.2018 erlebten rund 100 interessierte Menschen im Theater Vorpommern die Premiere „Du? Ja!“ . Die internationale Frauentheatergruppe des Theaters H2B, zusammengesetzt aus 7 Frauen aus 5 Ländern, präsentierte auf sehr eindringliche Weise und mit unterschiedlichsten Stilmitteln, Wege nach Greifswald, Fragen, die sie sich selbst oder untereinander auf diesem Weg stellten und jene Antworten dieser Weg vielleicht schuldig blieb. Das Theaterstück, gefördert durch u.a. die Aktion Mensch und das Kreisdiakonische Werk-Greifswald e.V. be- und verzauberte, erheiterte, erklärte, nahm mit und irritierte gleichermaßen.

 

Eva-Maria Blumentrath inszeniert mit sieben Frauen aus 5 Nationen ein Theater im Theater und erfüllt die Bühne mit Begegnungen, wie sie für manche von uns bereits selbstverständlich und natürlich, für andere immer noch befremdlich sind. Dabei sind es nicht nur die verschiedenen Sprachen (arabisch, kurdisch, deutsch, russisch), sondern auch die vielen Fragen, die deutlich machen, wie verschieden und wie ähnlich wir Menschen uns doch mitunter sind.

 

Auf künstlerische, traurige, heitere und gestenreiche Art, erkennen wir uns im Publikum in der Traurigkeit, dem Witz und der Wut wieder. Vor allem aber erkennen wir, die bittersüßen Realitäten, um die diese Inszenierung kunstvoll als Gedicht, als Lied und Ja-Nein-Vielleicht-Spiel gesponnen wurde. 7 Frauen zeigen mit viel Herzblut, dass es bei allen Schwierigkeiten, Ressentiments und Konflikten, in Zeiten von HateSpeach, Populismus und Besorgten Bürgern, nicht unbedingt eine Sprache braucht, sondern die Begegnung und den Willen dazu, sich auf diese Begegnung einzulassen und das alles mit solch einer Intensität, dass man hätte die Stecknadel im Rubenowsaal fallen hören. So gefesselt hat diese einstündige Perfomance „Du? Ja!“.

 

Drei Vorstellungen gibt es noch am: 31.01., 20.02. und am 29.03.2018 jeweils 20 Uhr im Rubenowsaal, Theater Vorpommern. Mehr als nur empfehlenswert – unbedingt ansehen!

 

25.01.2018 BiSch

Abschied & Distanzierung

In der Umlaufbahn des Synchronuniversums wird gerade heftigst und lautstark diskutiert. Die Emotionen können unterschiedlicher nicht sein – Schock, Entsetzen, Wut, Traurigkeit, Sprachlosigkeit, Unverständnis, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Enttäuschung und ??? in allen superlativen Facetten. Der Geruch von Verrat wabert herum.

Heute bestätigte sich ein bereits länger kursierendes Gerücht, von dem viele von uns hofften, es fiele unter FakeNews.

Für viele Menschen, die offenen Herzens und mit aller Menschlichkeit und Empathie –  und nicht aus politischem Kalkül, strategischer Karriere- oder Machtgier  heraus, sich die vergangenen Jahre im Landkreis engagierten; sich aktiv, freiwillig, ehrenamtlich und hauptamtlich für die Hilfebedürftigen und Schwachen unserer Stadt und in unserem Landkreis stark gemacht haben,

ist diese neue Rolle der „die Linke“ als Steigbügelhalterin nicht akzeptabel.

Für einige Frauen ist die Rolle als/der Steigbügelhalterin ein absolutes NoGo.

Für einige UnterstützerInnen und WählerInnen, die die letzten beiden Jahre nicht mit verbundenen Augen umherstolperten, stehen mit dieser Entscheidung die Zeichen für die Linke auf „in Zukunft unwählbar“.

Und ganz, ganz persönlich – mein Empfinden: Wenn ich mir weiterhin treu bleiben möchte, bleibt mir nur eine klare Distanzierung. Ich bin maßlos enttäuscht, fühle mich ordentlich verarscht und verstehe einfach nicht, wie man all das, was da passiert und schief gegangen ist, worüber sich Linke  selbst noch echauffierten – einfach ad acta legen kann – zumal ein Großteil dieser Angelegenheit bis heute nicht, auch nur ansatzweise zufriedenstellend,  lückenlos aufgeklärt wurde. Im Gegenteil!

Wer die Rolle als Steigbügelhalterin nochmals überdenken möchte, ist herzlich eingeladen, seine Erinnerungen hier im SynchronUniversum aufzufrischen. Ansonsten bleibt mir ganz persönlich nur noch ein  – Scheiße! Das ist echt link!

Edit fünf Minuten später – Kaum online werde ich gefragt, ob ich das jetzt alles nur davon abhängig machen möchte?!

Werte Menschen, das ist der Tropfen auf alles Magengrummeln und Hadern der letzten beiden Jahren – auf Bundesebene habe ich ein riesiges Problem mit Frau Wagenknecht und auch in MV repräsentieren Personen die Partei – puh, da waren die Inhalte schwer notwendig um darüber „hinwegzusehen“. Das hier beschriebene lässt sich nicht wegkompromissen, da kann und da will ich auch nicht drüber wegsehen, und wenn es nach mir und einigen anderen Menschen in meinem Umfeld geht – darf es nicht sein! Das aber war Teilen der Damen und Herren in dieser Partei mehr als nur bekannt – und von daher – Scheiße! Das ist echt link!

Was lange währt…

BeispielBild Demo ProvinzPegida HGW

wird endlich gut. Zwei Jahre ist es her, dass engagierte Greifswalder*innen gegen den braunen Mob, gegen die ProvinzPegida Greifswalds, Montag für Montag klare Kante zeigten. Viele von uns erinnern sich an diese unschönen Szenen noch sehr genau.

Zu einem dieser Montage wurde nun Recht gesprochen. Die Pressemitteilung der RotenHilfeGreifswald möchte ich euch nicht vorenthalten:

 

 

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Urteil gegen die Polizei wegen Missachtung des Versammlungsrechts

Mit einem Urteil vom 12. Dezember 2017 stuft das Verwaltungsgericht Greifswald das Vorgehen der Polizei gegen eine Sitzblockade, die sich als Protest gegen einen Aufzug des rechtsradikalen Greifswalder PEGIDA-Ablegers „FFDG“ formiert hatte, als rechtswidrig ein.

Im Herbst 2015, der Hochphase der fremdenfeindlichen Aufzüge, wurden auch in Greifswald die Demos der „FFDG“ regelmäßig von bunten und friedlichen Gegenprotesten begleitet. Am 28.11.2015 kam es dabei im Greifswalder Ortsteil Schönwalde auf der Wegstrecke der FFDG zu einem sich spontan mittels einer Sitzblockade bildenden Gegenprotest. Obwohl solche Sitzblockaden vom Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gedeckt sind, sprach die vor Ort tätige Einsatzleitung der Polizei der Sitzblockade dieses Grundrecht ab und unterstellte ihnen pauschal und rechtswidrig die Begehung von Straftaten. Die sitzende Personengruppe wurde über mehrere Stunden von der Polizei eingekesselt, alle Teilnehmer*innen erkennungsdienstlich behandelt. Weiter wurden Taschen- & Kleidungskontrollen unternommen, ein Atemalkoholtest durchgeführt und Strafverfahren eingeleitet.

Eine von dieser Willkür betroffene Person klagte gegen das polizeiliche Handeln und bekam nun, gute 2 Jahre nach dem Vorfall, Recht.

„Wir begrüßen dieses Urteil ausdrücklich!“ so Lara Seibold von der Rote Hilfe Greifswald. „Als Rechtshilfeorganisation haben wir in den vergangenen Jahren vielfach Menschen betreuen müssen, die ganz ähnliche Erfahrungen wie die hier Betroffenen gemacht haben. Unser Eindruck ist, dass die hiesige Polizei sich um die Einhaltung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit häufig nicht viel schert. Vielmehr werden solche friedlichen Protestaktionen als Anlass zur Kriminalisierung und Datensammlung von politisch aktiven Menschen genutzt.“

Der Roten Hilfe Greifswald sind ähnlich gelagerte Fälle von einer ganzen Reihe von Demonstrationen aus den letzten Jahren bekannt. „Wir ermuntern ausdrücklich gegen solch offensichtlich rechtswidriges Verhalten vorzugehen.“ so Lara Seibold weiter. „Es braucht zwar einen langen Atem, aber die Einhaltung von Grundrechten muss leider immer wieder erkämpft werden! Wir hoffen, dass dieses Urteil auch die Polizei in Vorpommern dazu bringt sich künftig an geltendes Recht zu halten.“

Betroffene des Polizeikessels vom 28.11.2015 sind angehalten sich bei der Roten Hilfe Greifswald zu melden, da die Polizei zu einer Entschädigungszahlung an die Betroffenen verpflichtet ist. Eine solche muss jedoch beantragt werden.

 

21.1.2018,

Rote Hilfe Greifswald

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1.000 Fragen ♥ 21 – 40

Weiter geht es mit dem 2018-Stöckchen „1.000 Fragen“

 

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Das kommt darauf an, wer „andere“ sind. Sind mit „andere“ die Menschen aus meinem engsten, sozialen Umfeld gemeint, dann ist mir natürlich wichtig, was sie von mir denken. Ich bin mir sicher, und ich hoffe natürlich auch, dass sie nicht nur über mich denken, sondern mir dann auch sagen, was sie denken.

Auf der anderen Seite gibt es einen Haufen „andere“, bei denen es mir völlig pummel ist und auch schon immer war.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Der späte Nachmittag und frühe Abend. Also die Sonnenuntergangszeit quasi. Wenn die Struktur und die Hektik des Tages sich so langsam auflösen und es zum gemütlichen Teil übergeht, zum 2samen oder gemeinsamen Teil.

23. Kannst du gut kochen?

Ja, ich kann gut kochen. Manche behaupten sogar, ich könne sehr gut kochen. Allerdings mein Mensch auch – ihr ahnt, worauf das hinausläuft 😉 Heute auf KartoffelGurkenSalat mit KnoblauchPillen (RindfleischBällchen) <3

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

Ich liebe Schnee – so oder so 😉 Ich liebe den Winter, wenn es denn ein richtiger Winter ist, mit viel Schnee, knackekalt und gerne mit Sonnenschein – aber Hauptsache trocken. Den gab es hier allerdings das letzte Mal vor 7 Jahren. Dieses graue, nasskalte und supermatschige Gedöhns, kann ich gar nicht leiden!

 

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Daran kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern – eigentlich mache ich immer was…

26. Warst du ein glückliches Kind?

Kind ja – meine Kindheit war schön, wenn auch ich im Ryckblick vielleicht den einen oder anderen „Familienurlaub“ kritischer sehe.

27. Kaufst du oft Blumen?

In der Tulpenzeit ja – ich liebe Tulpen!

28. Welchen Traum hast du?

Eine Insel, einen Leuchtturm, viele, viele Schafe – besonders Walliser Schwarznasen, meine Liebsten um mich herum und #LiebeLiebeLiebe

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

In 30 – früher habe ich immer gesagt: „Andere fahren einmal im Jahr in den Urlaub, ich ziehe einmal im Jahr um.“ – Das hat sich hier in Greifswald erstmal geändert; ich bin angekommen – noch – das kann sich allerdings schnell ändern. Meine große Liebe zu dieser Stadt, hat sich in den letzten beiden Jahren mächtig gewandelt – so wie sich diese Stadt wandelt, ideologisch und politisch – leider nicht zum Vorteil. Und da eine ganze Reihe toller Menschen bereits weggezogen ist und andere davon reden, es ihnen gleich und damit das richtige zu tun. Mal sehen – dies ist eine der großen Fragen, die mich dieses Jahr beschäftigen werden.

30. Welches Laster hast du?

Einzahl? *hüstel* Mein Mensch, Rauchen, Schoki und Plüschtiere aus nicht artgerechter Haltung retten.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Brandgefährlich von Markus Nierth – sollte man hier in MV in jedem Deutsch- oder Geschichtskurs lesen

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Weil sie Göttin sei Dank wachsen, weil ich noch nicht zum Friseur gekommen bin – steht auf der PrioritätenListe eher weiter unten.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Ja/Nein. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir absolut nichts ausmacht, es auszumachen. Ich fühle mich schon sehr nackig, wenn ich es nicht dabei habe – allerdings überwiegend dann, wenn meine Begleitungen ständig ins Telefon gucken. Ansonsten kann ich auch ewig ohne.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Noch genau den einen Cent mehr, den ich zum Bestreiten meines Lebensunterhaltes diesen Monat noch benötige.

35. In welchen Laden gehst du gern?

Postkarten-, Schreibwaren- und Bastel-, bzw. Kunstbedarf – da kann man mich aussetzen, ich würde freiwillig nicht wieder rauskommen.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Hier ein Alster – im Rheinland ein KölschCola 😀

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Oh ja – seeeehr genau! Ich bin leider kein Sesselpupser und Thronbesetzer, der sich bei anderen festsetzt. Ich bin gerne zu Hause und ich vermeide es tunlichst,  zu Besuch zu bleiben, bis die Umgebung meinen Duft annimmt.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Immer noch mit meinem eigentlichen Konzept von FederLesen & Meer. Das wird aber nicht passieren. Ich bin in einem Alter, in dem ich mir dann doch Sicherheit wünsche. Es hat nicht sollen sein und auch wenn einige Greifswalder*innen meinem „Gedöhns“ nachweinen, die Postkarten vermissen… Nein. Ich habe fertig. ABER, ich habe immer noch Postkarten…, also ruhig fragen.

39. Willst du immer gewinnen?

Auf keinen Fall. Zum Leben gehört das Verlieren unbedingt dazu. Und zur Not kann ich auch abgeben, den Gewinn jemandem lassen, die/der ihn benötigt.

40. Gehst du in die Kirche?

Ja, aber nicht so, wie es jeder andere normalen und unnormalen Glaubens tut.

An dieser Stelle möchte ich noch einen Dank loswerden, der auch irgendwie zum Thema passt

Ich bedanke mich von ganzem en bei jenen Kirchen, die KirchenAsyl anbieten! Dort sind ganz besondere Helden mit Herz.

2018 ♥ 1.000 Fragen an mich…

Der erste Monat des neuen Jahres hat schon wieder HalbZeit und 2018 wirft eine Menge Fragen auf. Gerade die politische Entwicklung in diesem unseren Lande bereitet Kummer und Sorgen, macht Angst und sorgt für unfassbar viel Hass, dem wir uns mehr oder weniger entgegenstellen sollten. Hinzu kommt das, was lokal geschieht – denn nur weil die braunen Tauben der Greifswalder Provinzpegida derweil nicht mehr durch unsere Stadt bummeln, ist es um die Stimmung in unserer Stadt nicht besser gestellt. Eher im Gegenteil. Sie integrieren sich in die Reihen der Bewegten und Besorgten, der ekelhAfDen geschlossenen FB-Gruppe „Was Greifswald bewegt“, aus deren Orkus gibt es Meldungen, Nachrichten und Veranstaltungen die nahezu täglich unter Beweis stellen, wie nah die Aktiven dieser Gruppen dem Antisemitismus, dem Rassismus und dem Menschenhass sind. Aktüll dadurch unter Beweis gestellt, dass sie sich so weit erniedrigen und Nazis Spalier bieten. Pfui!

Über die U brauche ich glaube ich nicht weiter referieren. Sie gibt sich immer wieder gerne als Unterstützerin o.g. Gruppe und das nicht nur diskutierend, populistisch und polemisierend, sondern eben auch patriotisch auf der eigens für sie reservierten Rednerbühne. Kurzum, die Sexisten, Rassisten, Xenophoben und Homophoben, die Antisemiten und verbalen Brandstifter sind auch in Greifswald, in unserem Landkreis aktiv und für mein Empfinden viel zu laut. Darüberhinaus beherrschen zwei Sätze das Leben: „Da ist der Landkreis für zuständig“ – „Da ist die Stadt für zuständig“ – Egal ob KitaKatastrophe, Mülldesaster oder bezahlbarer Wohnraum: Landkreis und Verwaltung, bzw. unser grüner Oberbürgermeister haben zu vieler Unmut das PolitPingPong für sich entdeckt, pflegen es und vergessen dabei jene, für die ein solches Problem kein Spiel ist, sondern je nach persönlicher Situation existenzieller Ernst.

Und dann stehen noch die Landratswahlen vor der Tür, die in unserem Landkreis eine ganz eigene Brisanz an den Tag legen. Doch dazu werde ich mich sicher noch zu späteren Zeitpunkten äußern. Zur Zeit muss ich verarbeiten, wer da gerade wem Puderzucker in den Allerwertesten bläst und einen Kandidaten protegieren, der spätestens seit 2015 ein absolutes NoGo  für eine große Vielzahl Menschen ist, die sich mit den hilfebedürftigen Menschen in unserem Kreis mehr als nur verwalterisch „beschäftigen“.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema dieses Beitrags.

Selbstfürsorge und Selbstachtung ist seit vergangenem Jahr ein wichtiges und wesentliches Thema für mich. Bin ich schon immer jemand gewesen, die  sich in erster Linie um das Wohlergehen ihrer Umwelt kümmerte, sind seit meinem Umzug nach SchreckPomm quasi die Seepferdchen mit mir durchgegangen. Vielleicht liegt es daran, dass rechtes Ungemach und strahlende Zerstörungsängste hier in Greifswald näher an mich herantraten als im Rheinland. Ehrenamtlich und freiwillig bin ich auf vielen Bühnen aktiv, zeitweise sogar hyperaktiv unterwegs. Das ist mir im Frühjahr 2017 übelst auf die Füße gefallen und ich habe einsehen müssen, dass all dieser Einsatz und jeder gute Wille nichts bringt, wenn ich mich nicht auch und unbedingt um mich kümmere, mir und meinen Gefühlslagen Raum gebe. So traf ich zum Endes des Jahres Vorkehrungen, suchte mir Hilfe und zog mich aus dem einen oder anderen Projekt als Aktive zuRyck. Und wie es so ist, wenn sich Türen schließen, öffnen sich an anderen Stellen Tore und Pforten. Wie schnell ist es passiert, dass ich bei allem Einsatz im Namen der #Menschlichkeit, der #Menschenwürde und der #Menschenrechte, der #sozialenGerechtigkeit und der Arbeit gegen Rechts, mich selbst vergesse, das um mich herum vergesse, und ich nicht mehr auf mich selber achte?! Das ist nicht nur fatal für mich, sondern auch für die Menschen, die mich lieben und die ich liebe. Wenn ich etwas tue, dann mit Herz, Liebe und ganz viel Leidenschaft und ja, ich neige dann auch zu Übertreibungen. Das rächte sich dann manchmal und es entstanden unnötige Konflikte oder der Körper schrie so laut um Hilfe, dass die Schmerzen kaum mehr auszuhalten waren. Mit den kleinen Schritten in die richtige Richtung, gebiete ich dem bereits erfolgreich immer mal wieder Einhalt und ich habe Blut geleckt. Es geht nämlich, wohl dosiert beides – für andere da sein ohne mich selbst darüber zu vergessen – und daran will ich in diesem Jahr noch mehr arbeiten. Dass ich zu meiner allergrößten Freude nun auch noch angestellte Sozialarbeiterin und Projektkoordinatorin in diesem Bereich sein darf, mich also qua Arbeitsauftrag mit Menschen beschäftigen darf ist selbstnatürlich mein ganz persönliches Highlight und der Selbstfürsorge und Selbstachtung sehr zuträglich.

Über meine FacebookFreundin Anja wurde ich auf Janina von Oh Wunderbar aufmerksam. Sie startete in ihrem Blog das Projekt „1.000 Fragen“ mit den ersten 20 Fragen. Der gesamte Fragebogen lag einst dem Flow-Magazin bei und ist zu einem kleinen Büchlein zusammengefasst.

Auf der Suche nach dem Büchlein war mir dann unsere Freundin die Lichtarbeiterin behilflich – Vielen lieben und herzlichen Dank dafür –  und ich beschloss für mich, dass dieser Fragenkatalog doch ein schönes Projekt für das Synchronuniversum 2018 ist. So kommen auch endlich wieder jene Leserinnen in den Genuss des Universums, die weniger Sinn für Politik im Allgemeinen und die der krassesten Hansestadt am Ryck im Besonderen haben.


Ich denke, die Frage nach dem „Wer bin ich“, muss ich hier nicht weiter ausführen – 52, kein bisschen leise, untergroß für mein Gewicht, glücklich in einer wunderbaren Beziehung mit meinem Menschen und mit drei Lieblingsmenschen, die auf ihre ganz eigene und unterschiedlichen Arten und Weisen bigi auf dem Teppich der Realitäten halten. Meine Arbeit als Sozialarbeiterin und Projektkoordinatorin ist mehr als nur ein Job – sie ist Beruf, was von Berufung kommt und mir ermöglicht, mit und für Menschen Mensch zu sein. Ich gehe einer kleinen Anzahl von Personen ordentlich auf die Nerven, auf den Sack oder gegen den Strich – und das ist gut so. Als politisch polarisierend aktiv wurde ich einst „beschimpft“ – derweil ist dies eine Auszeichnung für mich, denn die stille schweigende Mitte braucht ab und zu mal einen Schubbser in die richtige Richtung.

 

 

 

 


Intro aus:

1000 FRAGEN an dich selbst
(Übrigens ist es völlig okay, nicht alle Fragen zu beantworten.)
Was macht dich froh? Wovon träumst du? Was hättest du lieber anderes gemacht?
Erfahre mehr über dich selbst, indem du in diesem Heft blätterst und hier und dort ein
paar Fragen beantwortest. 1000 Fragen – die dir helfen herauszufinden, was für dich
wirklich wichtig ist.

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Quasi gerade eben, ich habe das erste Mal eine Art InternetStöckchen aufgenommen, mit dem ich mich wahrscheinlich das ganze Jahr beschäftigen werde – ein Langzeitstöckchen.

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Mit meinem Herz- und meinen Lieblingsmenschen. Natürlich auch mit einer Reihe toller Menschen, mit denen ich regelmäßig zu tun habe, mit jenen Menschen, die sicher auch Freunde sind. Grundsätzlich bin ich ziemlich harmoniesüchtig und mag mich einfach mit allen verstehen – wohlwissend, dass es Personen gibt, die ich auch nicht mehr verstehen will, weil es an rechter Propaganda, an rassistischem Gedankengut etc. einfach auch nichts zu verstehen gibt!

3. Worauf verwendest du viel Zeit?

Menschen und Computer und neuerdings auch auf mich selbst 😉

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Wenige – Witze ist ein ziemlich schwieriges Thema. Mein Komikzentrum ist da sehr selektiv konstruiert – obwohl ich aus dem jecken, närrischen Rheinland komme. Gestern habe ich von Carolin Kebekus „AlphaPussy“ gesehen. Da waren sehr viele, sehr schöne Momente dabei, die mich laut auflachen ließen. Torsten Sträter mag ich sehr und gut gemachtes Politik-Kabarett, was jetzt langsam wieder kommt.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Ohja – wobei ich gerade lerne es zuzulassen. Nicht der schlechteste Weg, wenn man so nah am Wasser gebaut hat, wie ich und Pipi zu allen möglichen Gelegenheiten in die Augen bekommt.

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Aus den drei großen Ks: Kuss, Kaffees, Kippen

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Dem Sohn meines ♥Menschen, als der sich wieder zu seiner Mutter verabschiedete heute

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

Im Gesichtsausdruck (so wie sie ihrer Mutter), in der Hartnäckigkeit und Penetranz, hin und wieder auch in der Boshaftigkeit, in der Vorsicht fremden Menschen gegenüber, Entscheidungen aus dem Bauch und mit dem Herzen zu treffen, die scharfe Zunge.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Die großen Ks: Küssen, Kwalmen, KaffeeTrinken, KatzenKraulen

10. Kannst du gut vorlesen?

Ich lese gerne vor. Menschen, die auf meinen Lesungen waren behaupten auch, dass ich das gut mache.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Bis zum 4. Lebensjahr. Der eine Weihnachtsmann und das andere Christkind haben sich nicht sonderlich geschickt angestellt. Dafür glaube ich heute an die Kraft der Einhörner 😉

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Eine Insel mit Leuchtturm, ein paar Häuschen für liebe Menschen, mit vielen Dünen, viel Birkenwäldchen, vielen Schafen – Walliser Schwarznasen

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Geduld

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Club der roten Bänder steht seit 2017 ganz oben auf der Liste. Ansonsten bin ich bekennende TrashTVjunkyne. WalkingDead, FearTheWalkingDead, TinStar, Voice of Germany

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Als Kind. Vergnügen geht für mich nicht überein mit Fahrgeschäften höher, weiter, besser, sensationeller.

16. Wie alt möchtest du gern werden?

Alt werden ist nichts für Feiglinge. Und ich glaube, in Zeiten wie diesen wird jeder zum Feigling, wenn er an das Alter denkt.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An den letzten Urlaub mit M. 

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Ver- und zerstörend.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nein.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Jetzt, gerade, eben, vorhin, heute früh, gestern, letzte Woche, im Dezember – November – Oktober… Eigentlich bin ich Dauerzweiflerin, selten -verzweiflerin. Doch, bei genauer Betrachtung meiner selbst kann ich schon zum dem Schluss kommen, dass ich ständig an mir zweifele, mein Denken, Handeln, Sein in Frage stelle und reflektiere. Richtig krass an mir gezweifelt habe ich…

Als die Herren Ibrahim, Dirk & Co. 2016 Probleme nicht mit Gesprächen klärten, sondern Presse,  Polizei, Anwälte und Staatsanwälte damit beschäftigten und die Herren Egbert und Axel  auf diesen Zug aufsprangen und meinten, sie müssten mir einen Denkzettel für das Ungemach verpassen, das ich ihnen vermeintlich seit Jahren bescherte. Damals wurde übrigens schon das geprobt, was dann 2017 auf dem Marktplatz seine Vollendung fand – Der öffentliche Pranger für politische Gegner und jene, die den „Herren“ nicht in den Kram passen. Mit den (Be-)Drohungen, den „Besprechungen“ auf rechten Plattformen und dem abartigen Gesabbel der Bewegten klar zu kommen war schon hart, schon weil sich das Ganze auch gegen meine Liebsten und mein Umfeld richtete und ich wirklich Angst hatte, dass sich die Aggressionen und Repressionen nicht nur mehr gegen mich, sondern auch gegen jene Menschen richten könnten, die ich in dieser Zeit begleitete und betreute.

 

 

Das sind die,

die gegen Greifswald sind

So läutete der Fraktionsvorsitzende der U am 04. März 2017 seine diffamierende „PrangerRede“ gegenüber dem johlenden und pfeifenden „Publikum“ auf dem Marktplatz ein. Der Rest ist Geschichte, dunkele und unrühmliche Geschichte unserer Stadt. Ein Akt, der an Respektlosigkeit, Selbstgefälligkeit und Überheblichkeit wohl kaum noch zu überbieten ist?

Gestern Abend hätte die U nun die Möglichkeit gehabt, gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ein klares Statement abzugeben, hat doch jener Fraktionsvorsitzende eiligst eine sogenannte „Dringlichkeitsbürgerschaft“ einberufen, um mit der Bürgerschaft und anwesenden Gästen das Thema „Arndt“ zu diskutieren. Ein Thema, um das es dem Herrn schon lange nicht mehr geht – ebensowenig wie seiner Anhängerschaft – jenes johlende und pfeifende „Publikum“. Diese Bürgerschaft war ihm so wichtig, dass er nicht einmal kommentarlos die Absage der Rektorin der Universität hinnehmen konnte, sondern auf bekannt „hartnäckige“ Art erfragen musste, wieso? Weshalb? Warum? Was kann denn bitte wichtiger sein, als eine in 48 Stunden aus dem Kopfsteinpflaster der Stadt gestampfte Dringlichkeitsbürgerschaft, zu der er einbefiehltruft?

Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt. Die Uni entscheidet sich, auf Grund der vom Ministerium dargestellten FormFehler, das Thema Umbenennung vorerst zu vertagen und ihre Senatssitzung, am 15.03.2017 nicht dem Thema zu widmen.

ZACK hat Frau Degrassi auch gleich wieder einen ganzseitigen Artikel zur Thematik, der den LeserInnen gelinde gesagt, an mancher Stelle die Nackenhaare sträuben lässt. Schließlich und endlich erfahren die BürgerInnen in einem Halbsatz, dass die Dringlichkeitssitzung gar nicht so dringlich ist und von Axel Hochschild abgesagt wurde. Natürlich nicht ohne … ach lassen wir das.

Hmm… und warum wurde dieser Termin nicht genutzt, um den vielen, vielen Wünschen und Forderungen der BürgerInnen nachzukommen, die sich über den Auftritt des Fraktionsvorsitzenden entsetzt und schockiert zeigen? Warum werden Pressemitteilungen, Anschreiben an die Bürgerschaft, Stellungnahmen und unzählige ungedruckte Leserbriefe nicht als Basis für eine klärende Auseinandersetzung genutzt? Hier werden Entschuldigungen gefordert, ist von Rücktritt die Rede und wird eine klare Distanzierung als notwendig erachtet. Nun, vielleicht, weil es die U ist, der man ja gemeinhin nachsagt, sie säße ihre Probleme gerne aus? Doch ist das wirklich schlau? Möchte diese Partei, all die Hetze, den Aufruhr, die Beleidigungen, die sie in den letzten Wochen aktiv mitgestaltet und mitzuverantworten hat, wirklich so stehen lassen? Ist das die neue Demokratie in unserer Stadt? Möchte Greifswald sich mit diesem Horrorszenarium im Gedächtnis vieler Bürgerschaftsmitglieder und BürgerInnen ernsthaft anderen Themen zuwenden und Gras über die Sache wachsen lassen?

Stellvertretend für die Reaktionen rund um Axel Hochschilds Auftritt am Samstag, 04.03.2017, möchte ich hier die Pressemitteilung des Bündnisses Greifswald für Alle teilen, sowie die traurigen Worte einer liebenswerten älteren Greifswalderin, die derweil ihren Unruhestand zum Teil im Ausland verlebt, aber bislang immer wieder gerne in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Bislang.

Morgen kehre ich Greifswald erneut den Rücken und zurück auf meine Sonneninsel. Meine Enkelin sagt immer: Omi, laß das, du bist zu alt für diesen Scheiß. Und ich muß ihr zustimmen. Der Umgang, der in dieser Stadt mit Bürgern gepflegt wird, ist nicht mehr auszuhalten. Vor acht Tagen hat sich ein Bürgerschaftsmitglied weit von den christlichen und demokratischen Werten seiner Partei entfernt. Die Partei schweigt. Die Parteien schweigen. Die Bürgerschaft schweigt. Und zu allem Überfluß schweigt sogar der Bürgermeister. Das ist entsetzlich. Ich lese von der Alternativen Liste, von studentischen Organisationen, vom Frauenbeirat hoffnungsvolles. Sie beziehen sich direkt auf die unsägliche Darstellung Herrn Hochschilds und das Versagen anwesender Politiker wie Herrn Multhauf, Herrn König und andere. Sie hinterfragen und fordern zur öffentlichen Auseinandersetzung damit auf. Doch nichts geschieht. Stattdessen wird diesem Mann morgen erneut eine Bühne geboten. Er ruft zu einer Sonderbürgerschaft in der leidigen causa Arndt. Niemand begehrt dagegen öffentlich auf. Damit wird für mich nicht nur eine rechte Grenze überschritten, sondern jede Form seriöser Politik unmöglich gemacht. Eine Bürgerschaft, die sich von einem Fraktionsvorsitzenden vorführen läßt, relativiert nicht nur die Geschichte meiner Familie in Nazizeiten. Sie hat mein Vertrauen nicht verdient. Die Geister, die Sie Morgen rufen, werden diese Stadt für immer verändern. Mein Herz schlug stets für diese Stadt, in der ich einen wesentlichen Teil meines Lebens verbrachte, in der ich meine Kinder groß zog, in der meine Kinder an der Universität Greifswald studierten. Oft gab die CDU Anlaß zu berechtigten Zweifeln. Ich setzte mich mit ihnen auseinander oder über sie hinweg. Nun ist das Maß voll. Ich möchte nicht zusehen, wie diese Stadt an Herrn Hochschild und seinem seit Jahrzehnten zelebriertem, unverbesserlichen Narzißmus zerbricht. Wie die Gräben, die diese CDU, die schon längst ihre konservativen Werte dem rechten Populismus und rechten Ideologien opferte, unüberwindbar werden.
Wenn nicht einmal mehr der Bürgermeister, die SPD, die Linke und die Grünen über ausreichend Rückgrat verfügen, diesem rechten, mit Haß durchsetzten Spuk ein Ende zu setzen, dann habe ich hier nichts mehr verloren. Nicht eimal mehr mein Herz. Zunächst ging ich fort, um immer wieder gerne zurückzukehren. Nun gehe ich endgültig. Mach es gut Greifswald. Quelle: Barbara H. / Facebook 13.03.2017

PresseMitteilung des Bündnisses Greifswald für Alle, 07. März 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, das überparteiliche Bündnis „Greifswald für Alle“ hat die folgende Pressemitteilung formuliert:

Am letzten Samstag spielte sich während der Demonstration der Bürgerinitiative „Ernst Moritz Arndt bleibt“ folgende Szene ab: Axel Hochschild, Fraktionsvorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion, verliest einzeln die Namen all derjenigen Abgeordneten, die gegen ein Einwirken der Bürgerschaft auf die Hochschule stimmten. Nach der Einleitung: „Das sind diejenigen, die gegen Greifswald gestimmt haben…“ lässt Hochschild nach jedem Namen eine kurze Pause, um seinem Publikum von knapp 400 Personen die Möglichkeit zu geben, die Betroffenen auszubuhen und auszupfeifen; eine Möglichkeit, die das sichtlich erregte Publikum gern ergreift.

Ein solches Verhalten ist unter den demokratischen Parteien in Greifswald wohl bisher beispiellos. Was ist das Ziel einer solchen Aktion, bei der konkrete Einzelpersonen dem Zorn einer aufgebrachten Menge ausgesetzt werden? Schaut man beispielsweise an den rechten Rand, so wird mit der Denunziation antifaschistisch engagierter Menschen in sozialen Netzwerken oder auf öffentlichen Veranstaltungen eine Drohkulisse aufgebaut. Eine Drohkulisse, die dafür sorgen soll, dass sich diese Personen nicht mehr trauen sich zu engagieren. Will sich die CDU Greifswald wirklich auf dieselbe Stufe begeben?

Dazu kommt, dass die Position zum Verhalten der Universität für Hochschild offensichtlich untrennbar mit der Zustimmung oder Ablehnung der Stadt Greifswald selbst ist. Nur wer gegen die Umbenennung der Universität ist, scheint für ihn „für Greifswald“ zu sein. Alle anderen sind daher offensichtlich „gegen Greifswald“. Was die Benennung der Universität mit der Identifizierung mit Greifswald zu tun hat, ist allerdings nicht klar. So wird jegliche widersprechende Meinung delegitimiert, da diese schließlich „gegen Greifswald“ gerichtet sein müsste. So werden Menschen, die kein Problem mit der Umbenennung haben, automatisch als politischer Gegner ausgemacht, offensichtlich gilt: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Will die CDU mittragen, dass Konflikte wirklich auf diese Art vereinfacht und polarisiert werden?

Ist es angebracht, dass ein hochrangiges Parteimitglied die Regeln des demokratischen Umgangs miteinander so verletzt und seine Kollegen aus der Bürgerschaft so respektlos behandelt? Das Bündnis „Greifswald für Alle“ fordert Axel Hochschild zu einer öffentlichen Entschuldigung bei allen Betroffenen auf.

 

 

 


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