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RyckBlick

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Facebook bietet uns auch in diesem Jahr die Möglichkeit, einen Jahresrückblick zu erstellen. Doch beim Blick in meine Fassung stelle ich fest, wie wenig diese kleine Sammlung mit der Realität gemein hat. Darum hier die guten und schlechten Zeiten, mit dem Versuch, aus den schlechten Zeiten maximal Gutes zu ziehen.

Blicke ich zurück, denke ich zunächst an den Silvestertag 2014/2015. Mein damaliger „Auftraggeber“ hielt eine Rede an das Personal, die mich eigentlich hätte wachrütteln müssen. Doch sie machte mich leider nur traurig und trotzig, was ich fünf Monate später bitter bereuen sollte.

Den Jahreswechsel jedoch verbrachte ich mit meinem Liebsten und liebsten Freunden in tierischer Runde – so dass ich zumindest dem Jahresanfang viel Liebe und Positives abgewinnen konnte.

Viel Liebe im Frühjahr und eine Fußmatte wächst zur bislang peinlichsten Greifswaldposse

abgaengigfussmatteDer Jahresbeginn inklusive Frühling dümpelte mit viel Liebe zum Liebsten vor sich hin. Unsere neue Mitbewohnerin Frau Tetzlaff erheiterte uns und wir nahmen uns Zeit für Strand, Meer, Tierpark, unsere Freundin in Radelübbe und Treffen mit Lieblingsmenschen in Berlin. Im April zog es uns ins Rheinland, wo wir mein Mütterlein zum 80sten überraschten. Wir schwammen in der Ostsee an, genossen die Dreisamkeit mit dem kleinen Schneemann, fingen die Sonne ein, knippsten und gaben uns die fotografische Kugel. Zum Aufreger dieser Zeit wurde eine Fußmatte, die sich dem Wahlsieg unseres neuen Bürgermeisters in den Weg legte. Im Prinzip bestätigte der Umgang der unterliegenden Partei mit der Fußmatte nur das, was wir seit Jahren wissen. Christlichkeit und Demokratie sind Makulatur für eine Union, die aus alten verbitterten Herren besteht, weltfremd, dem Menschen wenig zugeneigt und ihren drei Buchstaben sicher nicht gerecht werden. Wie wenig Menschlichkeit sich in dieser Union finden lässt und wieweit rechts sich diese Partei auch in Greifswald zunehmend positioniert, werden die Herren im Laufe der nächsten Monate noch deutlich machen.

Ausgenutzt und abgezockt sieht so aus

Im Mai sollte ich dann bereuen, dass ich zum Jahreswechsel nicht die Reißleine zog, sondern mich weiter mit viel Enthusiasmus und Liebe für meine Greifswalder Auftraggeber und ihre Belange einbrachte. Was sich seit Januar zum allgemeinen „Bossing“ entwickelte, endete im Mai für mich damit, dass ich nicht nur den Stuhl vor die Tür gestellt bekam. Gestellte Rechnungen wurden nicht mehr bezahlt, ich wurde beim Abschiedsgespräch im Beisein meines Liebsten erpresst und bedroht. Bis heute frag ich mich, wie ich mich in diesen Personen so irren konnte, wie es möglich war, dass ich alle Warnungen scheinbar übersah und überhörte. Es traf mich auf gut Deutsch nicht nur mitten in die Fresse und in den Arsch, sondern auch mitten ins Herz. Von der existenziellen Sorge einmal ganz abgesehen, hatte ich doch zu Gunsten dieser Auftraggeber mein komplettes Geschäft nahezu auf Null zurückgefahren und mich in ihren Gastronomieprojekten mit ganzer Kraft eingesetzt.

Dank Wolf und lieben Freunden, die mich mit all ihrer Zuneigung und Liebe auffingen, fing ich ein weiteres Mal neu an, ließ mich aufmuntern und motivieren. Ganz, ganz langsam fanden sich neue Auftraggeber und die Wochenenden gehörten wieder meinem Schatz und mir, uns und unseren Freunden, dem Tierpark, der See, unserer „Tochter“ Nora und unseren Hobbies.

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#RefugeesWelcome

refugees_welcomeIm Juli begann ein weiterer Abschnitt, in dem ich mich ehrenamtlich für Geflüchtete einsetzte. Auch diese Geschichte hat ihre dunkle Seiten, täuschte ich mich doch wieder in Menschen, denen ich mit Liebe und Vertrauen begegnete. Doch Frau lernt dazu und so erkannte ich innerhalb der nächsten zwei Monate, dass ich mich vielleicht doch nicht zu sehr einlassen sollte. Im September diesen Jahres wurde ich, und nicht nur ich, dann derart verarscht, dass es mir fast schon erschreckend leicht fiel, die Verbindungen zu kappen und mich zu wehren.

Zum Ende des Sommers kamen die ersten Flüchtlinge in den Landkreis und in die Stadt. Fremde Menschen, größtenteils aus Syrien, auf der Flucht vor Krieg, Brutalität, Tot und Gewalt. Diese Menschen bestimmen, bewegen und bereichern unser Leben bis heute. Insgesamt erreichten den Landkreis 3400 Flüchtlinge – lächerlich, verglichen mit den Tausenden, die manche Städte an einem Wochenende empfingen.

Schon zu Beginn der Flüchtlingshilfe in unserer Stadt und unserem Landkreis wurde schnell deutlich, dass es schwierig würde. Das sollte nicht etwa an der Anzahl der Flüchtlinge liegen, sondern an dem Verständnis der einzelnen mit „Integration“ befassten Parteien. Was für den Integrationsbeauftragten im Landkreis zur blanken Imagepflege diente, begriffen die Verantwortlichen im Landkreis als knallhartes Geschäft. Die Stadt mit ihren Hauptamtlichen hängen irgendwie immer zwischen den Stühlen, würden so gerne so viel mehr tun, sind aber dazu nicht berechtigt oder befugt. Und dann gibt es noch viele andere wundervolle Menschen, die sich die Sorge und Versorgung der Flüchtlinge zum Lebensinhalt machten. So bin ich heute aktive Helferin für unsere neuen Nachbarn in der Stadt. Viel habe ich nicht zu geben – Geld habe ich keines, einen Esel im Keller, der mir Dukaten scheißt, konnte ich noch nicht auftreiben und auch sonst, leben wir recht bescheiden. So habe ich, so haben wir, Wolfgang und ich, unsere Persönlichkeiten in die Waagschale geworfen, unsere Liebe, unsere Toleranz und Hilfsbereitschaft jedem neu ankommendem Menschen entgegengebracht. Auf Englisch, mit Händen und Füßen, viel Zeit und Energie versuchen wir seit Monaten überwiegend syrischen Geflüchteten ein Mindestmaß an Halt und Sicherheit zu bieten. Gemeinsam mit tollen Menschen aus den verschiedensten sozialen und gesellschaftlichen Bereichen, präsentieren wir das Greifswald, wie wir es verstehen. Es schmerzt zu sehen, wie „egal“ der Mensch, der Hilfesuchende vielen zu sein scheint. Wer seinen Job auf hauptamtlicher Arbeit noch macht, leistet ihn nach Vorschrift und zu Bürozeiten. Da darf dann die Flüchtlingsfamilie mit Kindern über das Wochenende auch gerne mal frieren und hungern. Helfer werden zu Radikalen, Aktivisten und renitenten Querulanten abgestempelt, nur weil sie auf Missstände hinweisen, Unmenschlichkeit anprangern und sich für andere Menschen einsetzen. Auf der anderen Seite ruht man sich nicht nur auf unserer Arbeit aus, sondern schmückt sich eitel mit ihr in der Öffentlichkeit.

Die Flüchtlingshilfe und Integration in Greifswald und im Landkreis funktioniert NICHT, weil sich alle dafür Zuständige, Bezahlte, Angestellte und Verantwortliche einsetzen, sondern weil ein derweil recht gut vernetztes Bündnis aus freiwilligen Helfern, privaten Unterstützern, eben Menschen, in Kooperation mit ein paar wenigen Hauptamtlichen und „Offiziellen“ ihr menschenmögliches tun, damit es den Flüchtlingen gut geht.

Indes wird dem Integrationsbeauftragten und hauptamtlich Zuständigen für dezentral untergebrachte Flüchtlinge zur Jahresmitte kritischer Wind entgegen geblasen. Das Netzwerk Migration begehrt auf gegen vermeintliche Verstrickungen, macht kritische O-Töne öffentlich, zeigt Beschwerden auf und fordert Aufklärung. In diesem Zusammenhang wird schnell deutlich, wie weit die Bandbreite der Missstände im Landkreis gefächert sind. Doch anstatt sich der Kritik anzunehmen wird in der Folge noch massiver um sich geschlagen, verklagt und scheinbar zu vertuschen versucht, den zunächst geschieht scheinbar nichts. Im Gegenteil. Dem Integrationsbeauftragten und Betreuer anvertraute Menschen trauen sich mehr und mehr ihre Vorwürfe zu artikulieren. HelferInnen laufen nahezu täglich gegen die Mauer, welche der Landkreis um sich und den Integrationsbeauftragten aufbauten. Warum sich stellen und Menschen anhören, wenn man einfach von ganz oben die Losung ausgeben kann: „Das ist nicht wahr, da ist nichts dran und es besteht auch keinerlei Veranlassung  Betroffene anzuhören.“  Ich für meinen Teil, bin nach den persönlichen Erfahrungen in den letzten Monaten derweil mehr als nur geneigt, den vielen Vorwürfen des Netzwerkes Glauben zu schenken, kenne ich doch diese Geschichten mittlerweile aus eigenem Erleben und Erfahren.

Über mein Verhältnis zu den Damen und Herren im Landkreis im Allgemeinen und zu Integrationsbeauftragtem und Sozialdezernenten im Besonderen, wurde in der Vergangenheit viel geschrieben. Trotz mehrfacher Versuche der Kontaktaufnahme und Gesprächsangebote meinerseits, reichen sie mir die Hand zum Gruß, weil sie müssen, nicht aus Freundlichkeit. Vor Zeugen und Kameras sähe es eben schlecht aus, wenn man“n“ sich derart positioniert. Wer es in der Vergangenheit wagte, Fehler und Missstände klar zu benennen gehört „eingefangen“ und „ruhig gestellt“ und wird bestenfalls ignoriert. Dass dies gleichbedeutend damit ist, dass den Geflüchteten wichtige Hilfe verwehrt bleibt zählt wahrscheinlich als Kollateralschaden. Und es wird nicht besser. Im Gegenteil. Animositäten mir und anderen Helfern gegenüber führt dazu, dass im Laufe des Jahres Zustände erreicht und Aussagen getätigt werden, die meines Erachtens nicht nur unmenschlich, sondern nahezu fremdenfeindlich sind.

Und das Positive?

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Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten. Da sind zum einen die Menschen, die hier bei uns Hilfe suchen, die Geflüchteten, die nicht nur bescheiden, liebenswert und dankbar jede Hilfe annehmen, sondern zum Teil Freunde wurden. Freunde, die sich nun mit uns in die Arbeit einbringen, unsere Hilfen unterstützen und sie mit ihrem Wissen, ihrer Kultur und ihrer Sprache ermöglichen und bereichern. Zum anderen sind es die vielen Helfer, die wie ich, sich und ihre Fähigkeiten einbringen, die kreativ, spontan und ehrlich mit viel Respekt und Liebe den neu ankommenden Menschen begegnen. Auch hier entwickelten sich Freundschaften, die ich nicht mehr missen möchte, die so unfassbar wertvoll geworden sind, mich motivieren und mit Energie ins nächste Jahr gehen lassen.

50-3Gemeinsam haben wir mit offizieller Unterstützung durch die Stadt und die des hauptamtlichen Sozialarbeiters der Volkssolidarität 6 Wochen Turnhalle „erlebt“, um nicht pathetisch überlebt zu sagen. Es war das Zusammenspiel zwischen Flüchtling und Helfer, zwischen Unterstützer und Sozialarbeiter, zwischen allen Menschen, die täglich vor Ort waren, die diese sechs Wochen für alle unvergessen machten und diesem Zustand ein wenig Menschlichkeit einhauchten. Die Früchte dieser gemeinsamen Zeit zeigen sich heute,

  • wenn neue Flüchtlinge zum Wochenende ankommen, unversorgt und ohne Hilfe „hier ausgeliefert werden“.
  • Wenn ein Integrationsbeauftragter sich nicht kümmert, nicht einmal mehr ans Telefon geht, geschweige denn zurückruft,
  • wenn zugewiesene Wohnungen in einem Zustand bezogen werden müssen, die menschenunwürdig sind,
  • wenn wie immer an notwendigsten Bedarf nicht gedacht wird und für Familien mit Kleinkindern, ohne Geld, nur mit ihrer Kleidung am Leib, barfuß, nach ihrer Reise, nicht einmal das Notwendigste für ein Wochenende, bzw. bis zur nächsten Auszahlung bereitsteht.

Das Synchronuniversum berichtete.

Ich möchte überhaupt nicht darüber nachdenken, dass Geflüchtete am Wochenende herkamen und nicht das Glück hatten, zufällig entdeckt und von den HelferInnen begrüßt zu werden.

Über die Zuständigkeiten muss ich hier nicht weiter schreiben. Ich weiß, dass meine Schriftwerke „ganz oben“ akribisch gelesen und gesammelt werden. Im neuen Jahr wird diese Akte weiteren Content erhalten, denn gerade die letzten Wochen, die Zeit um Weihnachten herum machen Angst. Im Neuen Jahr werden wir weitere Flüchtlinge begrüßen. Die Bundespolitik stellt alle Weichen auf Krieg, nicht nur in der Welt durch Finanzierungen von Terroristen und Waffenexporte, sondern in Europa und in Deutschland. Neben syrischen, afghanischen und afrikanischen Kriegsflüchtlingen, werden wir sicher mit europanahen und europäischen Flüchtlingen konfrontiert werden. Ich bin fast geneigt zu sagen, dass ich mich sorge, wenn ich mir die Flüchtlingshilfe hier ansehe und daran denke, was im kommenden Jahr geschehen könnte.

Doch wer möchte schon von Sorgen sprechen, wenn jeden Montag sogenannte Besorgte mit Unterkühlten, Patrioten, Gidaisten, Identitären, Nazis und Rassisten auf die Straße gehen und Merkels Kopf fordern, gegen Fremde hetzen und ihrem Hass in Wort, Bild und Tat Ausdruck verleihen? Eine weitere Aufgabe des letzten halben Jahres war es, sich denen auf Demonstrationen mit dem Bündnis Greifswald für Alle und vielen, vielen Demokraten und Menschen entgegenzustellen. Frau hatte ja sonst wenig zu tun ;)und berichtete im Universum bereits ausführlich über die braunen Friedenstauben der Stadt.

Darum – Es mehren sich die Menschen, die diese Zustände nicht weiter hinnehmen werden. Während man in den vergangenen Wochen Flüchtlinge als Lügner, Betrüger und Schmarotzer, mich als Störenfried, Rädelsführerin oder Querulantin hinstellen konnte, werden sich bedingt durch die stete Häufung von Missständen mehr Menschen zu Wort melden, sich öffentlich vor die Flüchtlingen stellen und öffentlich Aufklärung, sowie Veränderung fordern.

Zum Jahreswechsel habe ich einen Vorsatz mit vielen anderen HelferInnen und Flüchtlingen gemein. Und gemeinsam werden wir ihn erfüllen.

Meine Motivation sind die Menschen. Mein Antrieb ist die Menschlichkeit.

50-150-2Also schaue ich zuryck auf die gemeinsamen Erlebnisse, auf die Liebe, das Lachen, die positive Energie. Ich erinnere mich an meinen 50. Geburtstag den Geflüchtete und Helfer zu einem besonderen Tag machten, ebenso wie sie mein und unser Weihnachten auf besondere Weise verzauberten. Ich denke an die Ergebnisse, die wir mit unserer Menschlichkeit erreichten und freue mich auf die gemeinsamen Wege, die wir mit unseren Freunden aus aller Welt bereits ebneten.

Mein ganz besonderer Dank gilt natürlich  meinem Liebsten, meinem Wolf. Ich liebe dich mein ❤️ – ümmmärrr – Tschülp!

Euch, meinen Lesern wünsche ich einen fröhlichen und friedlichen Rutsch ins Neue Jahr, Gesundheit und dass auch ihr jeden Stein, den man euch in den Weg legt oder vor die Füße wirft, als Chance und Motivation begreift.

Denn aus den Hindernissen und Grenzen, die wir in 2015 überwanden, erwächst unsere Kraft für 2016.

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Weihnachten im Landkreis Vorpommern-Greifswald

Tach zusammen. Schöne Weihnachten gehabt?

Bezugnehmend auf den Artikel „Flüchtlingshilfe: Strukturen in der Kritik“, in der heutigen OZ, der leider nur zahlenden Lesern online zur Verfügung steht, möchte ich mir doch mal ein bisschen Luft machen.

Ich möchte hier gar nicht die gesamte Geschichte erzählen – ist sie doch zu, ich sage mal „unappetitlich“, im Hinblick auf den Umgang mit Menschen. Eine Aufarbeitung der Geschehnisse wird an anderen Stellen, mit oder ohne den Verantwortlichen, sicher noch stattfinden. Und vielleicht gibt es ja doch noch einen JahresryckBlick Universumsart.

Im besagten Zeitungsartikel gerät leider lediglich der Zustand zweier Wohnungen in den Fokus. Am Rande sei erwähnt, dass sechs Erwachsene, darunter zwei schwangere Frauen und fünf Kinder eine Woche vor dem Fest der Liebe, in diese Wohnungen „verbracht“ wurden. Den mittellosen Familien wurde ordnungsgemäß mitgeteilt, dass sie in der kommenden Woche am Dienstag die ersten Leistungen beziehen könnten. So richteten sie sich ein an einem Donnerstag und harrten aus. Ohne Essen – dafür aber mit fließend Wasser (und fließend darf hier ruhig wörtlich verstanden werden), ohne Elektrizität, ohne Heizung. Letztere funktionierte in einer Wohnung in einem Raum auf halber Kraft. Ein Zustand, den sicher jede deutsche „sozial benachteiligte“ Familie mit Kindern ebenso kommentarlos und ergeben hingenommen hätte. [sic!]

Am Freitag erhielt zunächst ein bereits im Integrationsprozess befindlicher Geflüchteter Kenntnis von den Familien und er suchte umgehend Hilfe zunächst bei schweigenden und sperrigen Verantwortlichen, dann in den ihm bekannten, sehr gut vernetzten Helferstrukturen. Am Abend dann konnten die Menschen willkommen geheißen werden. Hierzu wurde eigens eine angesehene Persönlichkeit der Stadt um Unterstützung gebeten, damit es nicht wieder heißt, die renitenten Helfer würden überhöhte Anforderungen stellen und „zu deutsche Anspruchsmuster“ bedienen wollen. Der Zustand der Wohnungen „desolat“, und selbst wenn man verrottende Fensterrahmen, schimmelnde Wände und leckende Wasserleitungen als hinnehmbar definieren möchte, so endete das Verständnis aller bei näherer Betrachtung der Unterkünfte zum einen und beim Umgang mit den Geflüchteten zum anderen.

Wenn ich Menschen in einer Wohnung ohne funktionierende Heizung und die Möglichkeit zu kochen oder heiße Getränke zu fertigen verfrachte, dann sorge ich mich zumindest für Decken und Kissen. Für diese Versorgung wurde in einer Wohnung Sorge getragen, in der anderen wurde dies schlicht weg vergessen. Und natürlich war am Freitag, kein Verantwortlicher mehr bereit, sich in irgendeiner Art und Weise einzubringen. Versuche scheiterten bereits daran, diese Personen zu erreichen, da diese Personen mit ihren Familien sicher bereits ein harmonisches, friedliches und sorgenfreies 4. Adventwochenende verbrachten.

Die Frage nach Decken und Kissen wurde nach diesem Wochenende übrigens seitens des Integrationsbeauftragten des Landkreises mit den Worten „nicht zuständig“ abgeschmettert, so dass diese so zum Leben unwichtigen „Luxusartikel“ erst dank eines privaten Aufrufs in den freiwilligen Helferstrukturen beschafft wurden – aus einer  Kleiderkammer knappe 30 km entfernt von Greifswald. Hier nochmals unser aller ganz herzliches DankeSchön an die spontane Spendenbereitschaft eines weiteren Ortes im Landkreis, der zwar Flüchtlinge „geliefert“ bekommt, für die dann aber keiner mehr zuständig sein möchte.

Freiwillige Helfer waren es dann auch, die am Samstag des 4. Adventwochenendes, dringend Notwendiges und Lebensnotwendiges für das Wochenende, aus privaten finanziellen Mitteln einkauften. So berechneten wir den Bedarf bis zum Montag, an dem die Kleiderkammer für alle angeblich wieder auch allen zur Verfügung stehen würde, bis zum Zahltag Dienstag, an dem sich die Geflüchteten mit Nahrung dann selbst versorgen könnten. Lebensmittel, Hygieneartikel, Windeln, Fleecedecken für den Übergang (Der Winter lässt Gott sei Dank auf sich warten), Schuhe für die Kinder, die in Sandalen und Schlappen umherlaufen, Socken, Unterwäsche, einen Topf je Familie und einen Wasserkocher. Ein freiwilliger Helfer, von Beruf Elektriker erklärte sich bereit und verbrachte den halben Tag damit, den Strom professionell zu aktivieren, die Herde professionell funktionstüchtig zu machen, das Wasserleck zu beseitigen und die Heizungen professionell in Betrieb zu nehmen. Auch  ihm gilt unser aller herzlichster Dank!

Entsprechend irritiert, um nicht zu sagen wütend, werde ich, wenn ich folgendes Zitat in der OZ lese:

„Die Wohnungen wurden zuvor abgenommen und als zumutbar eingestuft. Wasser, Strom und Heizung waren garantiert vorhanden. Richtig ist, dass eine Steckdose nicht in Ordnung war…“

So der Sozialamtsleiter des Kreises Vorpommern-Greifswald, Gerd Hamm

Da, sehr geehrter Herr Hamm, bei allem Respekt, hätten Sie sich mal lieber selbst ein Bild gemacht, bevor Sie sich so aus dem morschen Fenster hängen.

Wasser war vorhanden – Ja, im Überfluss und außerhalb der sanitären Einrichtungen fließend.

Strom und Heizung waren vorhanden – Ja, aber nicht funktionsfähig. Hierzu bedarf es eines professionellen Handwerkers, der den Betrieb sicherte, da auch der ottonomaldeutsche Bürger hilflos war und sich hier erst hat instruieren lassen müssen. Wenn etwas DA ist, heißt das nicht, dass es auch funktioniert. Das ist wie mit den Verantwortlichen im bzw. für den Landkreis – sie sind auch da und es funktioniert nicht.

Erschwerend – und das hat dann auch nichts mehr mit Geschmack zu tun oder mit Ansprüchen – kommt hinzu, dass nach Ihrer Aussage für beide Wohnungen, in denen Kleinkinder zwischen 1,5 und 8 Jahren untergebracht wurden, Elektroschrott als zumutbar gilt?

r-a-str_licht2 r-a-str_licht1Diese Bilder zeigen Lichtschalter. Während an der Luxusausführung noch ein Schalter erkennbar ist, müssen an der anderen Ausführung Kabel aneinander geführt werden, damit es in der Stube Licht wird. Hierbei entsteht jedes Mal, ähnlich bei einer Wunderkerze ein wenig romantischer Funkenflug. Dieser Zustand wurde dem Landkreis zeitnah angezeigt.

Heute hat sich wiederum ein privater Helfer bereit erklärt, für 2,50 Euro je einen Schalter aus privaten Mitteln käuflich zu erwerben und diese anzubringen. Dem Silvesterurlaub aller Verantwortlicher mit ihren Familien, bei Feuerzangenbowle und Feuerwerk steht diese Menschen betreffend also nichts mehr im Wege. Erfreuen Sie sich doch bitte weiter daran, dass dieses ach so herausfordernde Jahr mit seinem Flüchtlingsstrom endlich ein Ende hat (btw. Die Anzahl der Flüchtlinge, die uns in diesem Jahr hier zugewiesen wurde, empfangen in anderen Bundesländern Städte an einem Wochenende.)

Wütende Weihnachten also?

Nein, mitnichten, denn was können die Hilfesuchenden für die gefährliche Fehlbarkeit der ach so solide arbeitenden Verantwortlichen. Wobei ich das Wort „Verantwortliche“ auch gar nicht mehr in den Mund nehmen möchte, weil mein Verständnis für „Verantwortung“ einfach ein anderes ist. Auch Herr Hamm steht hier nur stellvertretend für eine Kreisliga, die sich meines Erachtens gegenseitig schützt, sich gegenseitig versucht den Rücken frei zu halten und das alles eben auf dem Rücken der Flüchtlinge. Nochmal zum Mitschreiben – das System Flüchtlingshilfe im Landkreis funktioniert nicht. Das was funktioniert ist nicht dem Einsatz derer zuzuschreiben, die an prominenter Stelle in der Hierarchie sitzen und sich ständig gegenseitig auf die Schulter klopfen, weil sie mal wieder eine geringfügige Zahl Flüchtlinge „verteilt“ haben. Das funktioniert auch nicht, weil sich ein bemitleidenswertes Geschöpf gefunden hat, das im ganzen Landkreis für alles verantwortlich sein soll, der damit schlichtweg überfordert ist, der dazu überhaupt nicht in der Lage sein kann und dessen Fehler dann am liebsten unter den Teppich gekehrt würden – wären da nicht diese renitenten, anspruchsvollen und realitätsfernen Freiwilligen, die ständig in den Wunden bohren und ein Netzwerk, dass diese Wunden hoffentlich auch im Neuen Jahr weiter immer wieder freilegt, damit sich endlich um eine gescheite und heilsame Lösung gekümmert wird.

Nichts desto trotz hatte ich „andere Weihnachten“ – da leider nichts so war, wie geplant und gedacht, sondern der Situation angepasst und darum sicher viel schöner, friedlicher, freundschaftlicher und liebevoller. Ich habe mein bescheidenes Weihnachten dankbar mit tollen, bescheidenen Menschen in viel Nächstenliebe verbracht, ein Weihnachten, das dem Ursprung dieses Festes sehr, sehr nah kommt. Weihnachten mit der Familie, mit der großen Familie Mensch.

Bossing und Mobbing im LK VG

Denn er weiß nicht was er tut. Nach der von Frau Meerkatz lancierten Schlammschlacht, hat es die OZ mit Bravour gemeistert, aus hilfesuchenden Kriegsopfern undankbare Schmarotzer zu machen, deren Ansprüche überfordern und aus Helfern rebellische Monster, die Flüchtlinfge instrumentalisieren. Für was eigefntlich? Wo sollte unsere Motivation liegen? Als Sprachrohr fungiert Herr Hochschild. Und auch aus der oberen Etage des Landkreises wird mit falschen Behauptungen und falschen Darstellungen weiter fröhlich Stimmung gemacht. Das Ergebnis? Das Who is Who der bundesweiten NPD scheißt Leserbriefe, die sofort in den Orcus der besorgten und der rechtsgerichteten Bevölkerung einsiffen. Die OZ, vielleicht der leidigen Fußmattendebatte müde, füttert die Brut, die sich am spätestens 16.11. wieder in der Stadt Föllich Ferstrahlt dummkratisch gerecht und unterKühlt durch Greifswald wälzt. Das Schlimmste aber sind nicht nur besorgte Besucher der Halle, sondern auch aggressive Besorgte und Nazis, die sich um der Halle sammeln und Herrn Hochschild zitieren und feiern. Doch die meines Erachtens nach rechtsweisende Berichtetstattung, die Empathielosigkeit, Menschenverachtung und Meinungsmache seitens sogenannter Verantwortlicher hat auch Positives hervorgebracht:
Da waren so viele wunderbare Spender vor Ort heute.
Das Helferkreis hat wundervolle menschliche Erweiterung erfahren. Bürger dieser Stadt, liebevolle Rentner, HartzIv-Empfänger, ganze Familien, die den bisherigen Helferstamm unterstützen und entlasten, die sich bereits jetzt schon Gedanken über the next Generation machen. Sozialarbeiter und Helfer sind beeindruckt über die Resonanz.

Auch der hohe Besuch aus Kreisen der Hauptverantwortlichen am frühen Morgen hat nicht den gewünschten Effekt gebracht. Im Gegenteil. Er bewies einmal mehr wie wenig christlich und demokratisch von der Altherrenriege übrig bleibt. Den letzten Funken Respekt löschte die einst so angesehene Union mit ihrer hanebüchenen, lächerlichen, mit Falschaussagen gespickten, trotzigen Kleinkindreaktion auf die PM der Jusos.
Wurde bislang über die Fußmatte verständnislos der Kopf geschüttelt und die Stadt nur der Lächerlichkeit preisgegeben, tickt nun eine ganz andere Bombe.

😕

Eine Stunde mehr Wochenende…

brachte eine Stunde mehr Menschlichkeit.

24102015-1Wenn mich jemand fragt, ob ich eigentlich keine anderen Probleme hätte und wofür ich das alles mache – dann zeige ich ihm diese Bilder. Für diese Menschen stelle ich mich auf den Markt. Für diese Menschen organisiere ich mit anderen tollen Menschen ein Fest, eine Kundgebung, eine Demonstration. Meinen eigenen Stall menschlich zu halten ist einfach. Aber mein Leben ist nicht mein eigener Stall – mein Leben geht hinter Wohnungs- und Haustür weiter, findet dort statt, findet mit diesen tollen Menschen statt. Menschen, die empathisch, zuversichtlich, hilfsbereit, mutig sind. Menschen für die Nächstenliebe nicht bedeutet, die eigene Familie satt und glücklich zu wissen, sondern auch ihre Freunde, Nachbarn und die Menschen, die gerade wirklich Hilfe benötigen. Darum habe ich mich dem Bündnis Greifswald für Alle angeschlossen. Darum haben wir dieses Bündnis ins Leben gerufen. Gestern trafen sich ca. 300 dieser lieben Menschen auf unserem Marktplatz. Und ich bin einmal mehr so unglaublich glücklich, mit diesen Menschen diese Stadt vielfältig, bunt, fröhlich, menschlich gestalten zu dürfen. Teil dieses Greifswalds zu sein. Vielen Dank euch allen dafür.

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Stadt, Land, Wut

Und HGW hat bereits vor einem Monat die Turnhalle (die ich persönlich, wie viele andere für eine suboptimale Lösung halte) bereitgestellt und vorbereitet. Laut Herrn Scheer müsste täglich mit Asylsuchenden gerechnet werden. Es kamen keine und anstatt die Halle auf Dauer bis zum Tag X geschlossen zu halten, baute man zunächst, auch im Hinblick auf die Kritik diese Sportmöglichkeit für die Vereine und Schule „beschlagnahmt“ zu haben, zurück und öffnete sie wieder für Sportvereine und die Berufsschule. Montag Nachmittag kam die Meldung, dass Dienstag nun wirklich Flüchtlinge kommen. D.h. innerhalb 24 Stunden wieder Umbau und Orga der Unterbringung. Weiterlesen

Nachlese

Wespennest ©2007, RoeserEs ist schon verrückt.

Sie heulen, weil man nicht mit ihnen spricht, sondern sie pauschal als Nazis bezeichne – Wo das geschieht, wird mir nicht gesagt: „Du weißt doch wohl selbst am besten, was in deinem Blog steht!“

Sie schreien und keifen auf fragwürdigem Niveau, weil sie Sätze nicht nur aus dem Zusammenhang zitieren, sondern sie auch noch falsch interpretieren. Mein Fehler?

Wer meine Schreibe im Universum kennt weiß, dass ich hier einfach nur zum Ausdruck bringe, was mich beschäftigt, was ich denke und fühle. Ich gebe zu, dass ich während des Schreibens vielleicht das eine oder andere Gesicht vor mir habe.  Es steht hier nichts geschrieben, das ich nicht unter gegebenen Umständen im persönlichen Gespräch wiederholen würde. Wer mich kennt weiß, dass ich zum Beispiel von Schönwalde sage, dass es weder schön ist, noch viel mit Wald zu tun hat. So wie ich von Fürstenwalde sage, dass es wenig Wald hat und mir dort noch kein Fürst begegnet ist, dass der Rhein entlang des schönen Städtchens Schwarzrheindorf erstaunlich klar ist.

So schrub ich in einem älteren Beitrag:

… Um mal die mir viel nachgesagte Überheblichkeitskarte auszuspielen – aber, wofür steht Schönwalde noch gleich? Nicht für schön und mit Wald hat es auch recht wenig zu tun. Unsere Herausforderung bleibt die auch von dir so oft geforderte Wachsamkeit – eben genau darauf zu achten, zu hinterfragen, was da passiert?

Hier geht es um die Überheblichkeit, die mir von Freunden aus Schönwalde nachgesagt wird, weil ich mein selbstempfundenes „Glück“ im Mühlenkiez zu wohnen, direkt am Ryck, ganz nah bei meinem Schatz und meinem sozialen Umfeld, sehr wertschätze.

Nun wird diese meine Definition nicht nur auf der Demonstration in Schönwalde „frei und falsch“ wiedergegeben, sondern führt zu folgender Interpretation auf FB:

„Wenn IHR all die Leute ausserhalb der Innenstadt als minderwertig oder Assi`s bezeichnet, dann ist dies mehr als traurig!!!“,

schuhe ©2005, ReneS  Was sagt das nun über RednerInnen und SchreiberInnen aus, die (nicht nur) meine Worte für ihre Zwecke wählen, verdrehen und derart auslegen?

Ich, als Blogbetreiberin, sortiere hier meine Gedanken und Gefühle, stelle meine Sichtweisen dar und hinterfrage, fasse meine Meinung in Worte. Dabei kann es vorkommen, dass ich den Inhalt eines Schuhschranks vor den Toren des Synchronuniversums ausbreite. Wer sich angesprochen fühlt, zieht sich ein Paar Schuhe an, sollte dann aber nicht rumheulen, weil es auch noch passt. Auch kann und will ich nicht ausschließen, bewusst oder unbewusst in ein Wespennest zu pieken. Ein stärker werdendes Summseln und Brummseln wird von mir je nach Situation bewertet. Ich fühle mich in all meiner Überheblichkeit bestätigt. Es werden neue Sichtweisen eröffnet, die ich vielleicht so noch gar nicht im Sinn hatte. Ich sehe meine Thesen als bestätigt, ich bekomme meine Thesen bestätigt, ich fühle mich in meinen Thesen bestätigt. Ich bin gezwungen mein Bild über Menschen in meinem Umfeld zu überdenken – auf die eine oder andere Weise. Ich erkenne, dass ich auf dem falschen Dampfer bin, mich vielleicht sogar verrannt habe.

Das würde sich dann auch hier genauso nachlesen lassen.

 

 

Eine Frage des Glaubens?

eyecatcherMeine ganz eigenen Wahrnehmungen, Gedanken und Fragen zum christlichen Verständnis der Flüchtlingshilfe im Landkreis Vorpommern-Greifswald

Alles beginnt damit, dass das Netzwerk Migration Stimmung gegen den Integrationsbeauftragten macht. Geht es hier „nur“ um „Eifersüchteleien“, um die Hoffnung auf den Posten des Integrationsbeauftragten oder steckt vielleicht etwas ganz anderes dahinter? Mit etwas Abstand kann man aus dieser Stimmung, den Presseberichten, aus selbst Erlebtem und HörenSagen noch anderes konstruieren und Fragen stellen:

Zunächst wird an vereinzelte „VIPs“ des Landkreises ein Beschwerdesammlung versandt. Eine Öffentlichkeit wird nicht hergestellt und damit bleibt die vielleicht erhoffte große Empörung aus. Im nächsten Schritt geht das Schreiben an sehr viel mehr Adressaten und die Presse. Das desaströse „journalistische“ Ergebnis sorgt für Öffentlichkeit.

Die initiierte Hetzkampagne vervielfacht sich von selbst. Und plötzlich will niemand mehr dafür verantwortlich sein. Stattdessen kann beobachtet werden, wie die mutmaßlichen Initiatoren das Umfeld des Integrationsbeauftragten zunächst hofieren, ausfragen und schließlich Bashing betreiben. Weiterlesen

Sempf der Woche

feat. das Folck – natürlich 😛

Das Wochenende verhieß eigentlich eine echte StressWoche – auch im Hinblick auf unsere „Freunde“. Der Montag gestaltete sich dann gleich sehr terminintensiv und sollte mich inhaltlich durch den Rest der Woche begleiten: Ein Meeting, das die Zeit nicht wirklich wert war, auf dem ich aber meiner Leidenschaft als Informations- und Indizien-Jägerin und -Sammlerin unter all den Scheinheiligkeiten nachgehen konnte und zumindest einen sehr freundlichen neuen Kontakt knüpfen konnte. Eine Demo, zu der bereits viel gesagt wurde und deren Nachlese und Nebenwirkungen, mich über die komplette Woche eher amüsierten. Am Ende des Tages noch eine Versammlung, die, ausgesprochen konstruktiv, motivierte und hoffen lässt. Auch hier durfte ich zwei sehr nette Menschen aus meiner grünen Bullet-Liste endlich persönlich kennenlernen. FeierabendBierchen – fertig war der Montag.

narrDen Rest der Woche wurde penibelst überwacht und gestalkt, sich in selbstgemachten Peinlichkeiten gesuhlt, sich selbst Lügen gestraft, Bildungsferne und Ahnungslosigkeit plakatiert und skandiert, geplärrt, geschrien, sich distanziert, verunglimpft, gehasst, krakelt, gekeift, beschimpft, falsch zitiert, noch falscher interpretiert, sich selbst bemitleidet, übelst gedroht, immer noch noch falscher nicht rechtgeschrieben, gegen geltendes Recht verstoßen, und in zwei bis fünf Teilen der Bevölkerung kann eine massive „KochhaniaBigginoia in Einheit mit FVSunverträglichkeit“ diagnostiziert werden. Letzteres ist nicht wirklich neu, weicht aber von den vergangenen Wochen mit Besorgten, Betrunkenen, Patrioten, Gidaisten, Rechten, Identitären, Divisionen, sich Wehrenden, Nazis, Rechtsextremen und natürlich den absoluten und wahrhaften „NichtNazis“ ab.

sonnenblumeIndes stand mein reales Leben und Lieben im Vordergrund. Nun freu ich mich auf ein liebes- und arbeitsintensives Wochenende.

In diesem Sinne – bleibt wachsam und wenn ihr Zeit und Lust habt, dann sehen wir uns am Montag, in alter Frische.

Links der Woche:

Ein pointierter RückBlick

Eine wunderbare Petition 😆

Fakten gegen Vorurteile

Refugees Welcome

Montag in Berlin

Obacht: selbstlose Obdachlosenhilfe

und natürlich die FFDG

 

 


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