2018 ♥ 1.000 Fragen an mich…

Der erste Monat des neuen Jahres hat schon wieder HalbZeit und 2018 wirft eine Menge Fragen auf. Gerade die politische Entwicklung in diesem unseren Lande bereitet Kummer und Sorgen, macht Angst und sorgt für unfassbar viel Hass, dem wir uns mehr oder weniger entgegenstellen sollten. Hinzu kommt das, was lokal geschieht – denn nur weil die braunen Tauben der Greifswalder Provinzpegida derweil nicht mehr durch unsere Stadt bummeln, ist es um die Stimmung in unserer Stadt nicht besser gestellt. Eher im Gegenteil. Sie integrieren sich in die Reihen der Bewegten und Besorgten, der ekelhAfDen geschlossenen FB-Gruppe „Was Greifswald bewegt“, aus deren Orkus gibt es Meldungen, Nachrichten und Veranstaltungen die nahezu täglich unter Beweis stellen, wie nah die Aktiven dieser Gruppen dem Antisemitismus, dem Rassismus und dem Menschenhass sind. Aktüll dadurch unter Beweis gestellt, dass sie sich so weit erniedrigen und Nazis Spalier bieten. Pfui!

Über die U brauche ich glaube ich nicht weiter referieren. Sie gibt sich immer wieder gerne als Unterstützerin o.g. Gruppe und das nicht nur diskutierend, populistisch und polemisierend, sondern eben auch patriotisch auf der eigens für sie reservierten Rednerbühne. Kurzum, die Sexisten, Rassisten, Xenophoben und Homophoben, die Antisemiten und verbalen Brandstifter sind auch in Greifswald, in unserem Landkreis aktiv und für mein Empfinden viel zu laut. Darüberhinaus beherrschen zwei Sätze das Leben: „Da ist der Landkreis für zuständig“ – „Da ist die Stadt für zuständig“ – Egal ob KitaKatastrophe, Mülldesaster oder bezahlbarer Wohnraum: Landkreis und Verwaltung, bzw. unser grüner Oberbürgermeister haben zu vieler Unmut das PolitPingPong für sich entdeckt, pflegen es und vergessen dabei jene, für die ein solches Problem kein Spiel ist, sondern je nach persönlicher Situation existenzieller Ernst.

Und dann stehen noch die Landratswahlen vor der Tür, die in unserem Landkreis eine ganz eigene Brisanz an den Tag legen. Doch dazu werde ich mich sicher noch zu späteren Zeitpunkten äußern. Zur Zeit muss ich verarbeiten, wer da gerade wem Puderzucker in den Allerwertesten bläst und einen Kandidaten protegieren, der spätestens seit 2015 ein absolutes NoGo  für eine große Vielzahl Menschen ist, die sich mit den hilfebedürftigen Menschen in unserem Kreis mehr als nur verwalterisch „beschäftigen“.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema dieses Beitrags.

Selbstfürsorge und Selbstachtung ist seit vergangenem Jahr ein wichtiges und wesentliches Thema für mich. Bin ich schon immer jemand gewesen, die  sich in erster Linie um das Wohlergehen ihrer Umwelt kümmerte, sind seit meinem Umzug nach SchreckPomm quasi die Seepferdchen mit mir durchgegangen. Vielleicht liegt es daran, dass rechtes Ungemach und strahlende Zerstörungsängste hier in Greifswald näher an mich herantraten als im Rheinland. Ehrenamtlich und freiwillig bin ich auf vielen Bühnen aktiv, zeitweise sogar hyperaktiv unterwegs. Das ist mir im Frühjahr 2017 übelst auf die Füße gefallen und ich habe einsehen müssen, dass all dieser Einsatz und jeder gute Wille nichts bringt, wenn ich mich nicht auch und unbedingt um mich kümmere, mir und meinen Gefühlslagen Raum gebe. So traf ich zum Endes des Jahres Vorkehrungen, suchte mir Hilfe und zog mich aus dem einen oder anderen Projekt als Aktive zuRyck. Und wie es so ist, wenn sich Türen schließen, öffnen sich an anderen Stellen Tore und Pforten. Wie schnell ist es passiert, dass ich bei allem Einsatz im Namen der #Menschlichkeit, der #Menschenwürde und der #Menschenrechte, der #sozialenGerechtigkeit und der Arbeit gegen Rechts, mich selbst vergesse, das um mich herum vergesse, und ich nicht mehr auf mich selber achte?! Das ist nicht nur fatal für mich, sondern auch für die Menschen, die mich lieben und die ich liebe. Wenn ich etwas tue, dann mit Herz, Liebe und ganz viel Leidenschaft und ja, ich neige dann auch zu Übertreibungen. Das rächte sich dann manchmal und es entstanden unnötige Konflikte oder der Körper schrie so laut um Hilfe, dass die Schmerzen kaum mehr auszuhalten waren. Mit den kleinen Schritten in die richtige Richtung, gebiete ich dem bereits erfolgreich immer mal wieder Einhalt und ich habe Blut geleckt. Es geht nämlich, wohl dosiert beides – für andere da sein ohne mich selbst darüber zu vergessen – und daran will ich in diesem Jahr noch mehr arbeiten. Dass ich zu meiner allergrößten Freude nun auch noch angestellte Sozialarbeiterin und Projektkoordinatorin in diesem Bereich sein darf, mich also qua Arbeitsauftrag mit Menschen beschäftigen darf ist selbstnatürlich mein ganz persönliches Highlight und der Selbstfürsorge und Selbstachtung sehr zuträglich.

Über meine FacebookFreundin Anja wurde ich auf Janina von Oh Wunderbar aufmerksam. Sie startete in ihrem Blog das Projekt „1.000 Fragen“ mit den ersten 20 Fragen. Der gesamte Fragebogen lag einst dem Flow-Magazin bei und ist zu einem kleinen Büchlein zusammengefasst.

Auf der Suche nach dem Büchlein war mir dann unsere Freundin die Lichtarbeiterin behilflich – Vielen lieben und herzlichen Dank dafür –  und ich beschloss für mich, dass dieser Fragenkatalog doch ein schönes Projekt für das Synchronuniversum 2018 ist. So kommen auch endlich wieder jene Leserinnen in den Genuss des Universums, die weniger Sinn für Politik im Allgemeinen und die der krassesten Hansestadt am Ryck im Besonderen haben.


Ich denke, die Frage nach dem „Wer bin ich“, muss ich hier nicht weiter ausführen – 52, kein bisschen leise, untergroß für mein Gewicht, glücklich in einer wunderbaren Beziehung mit meinem Menschen und mit drei Lieblingsmenschen, die auf ihre ganz eigene und unterschiedlichen Arten und Weisen bigi auf dem Teppich der Realitäten halten. Meine Arbeit als Sozialarbeiterin und Projektkoordinatorin ist mehr als nur ein Job – sie ist Beruf, was von Berufung kommt und mir ermöglicht, mit und für Menschen Mensch zu sein. Ich gehe einer kleinen Anzahl von Personen ordentlich auf die Nerven, auf den Sack oder gegen den Strich – und das ist gut so. Als politisch polarisierend aktiv wurde ich einst „beschimpft“ – derweil ist dies eine Auszeichnung für mich, denn die stille schweigende Mitte braucht ab und zu mal einen Schubbser in die richtige Richtung.

 

 

 

 


Intro aus:

1000 FRAGEN an dich selbst
(Übrigens ist es völlig okay, nicht alle Fragen zu beantworten.)
Was macht dich froh? Wovon träumst du? Was hättest du lieber anderes gemacht?
Erfahre mehr über dich selbst, indem du in diesem Heft blätterst und hier und dort ein
paar Fragen beantwortest. 1000 Fragen – die dir helfen herauszufinden, was für dich
wirklich wichtig ist.

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Quasi gerade eben, ich habe das erste Mal eine Art InternetStöckchen aufgenommen, mit dem ich mich wahrscheinlich das ganze Jahr beschäftigen werde – ein Langzeitstöckchen.

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Mit meinem Herz- und meinen Lieblingsmenschen. Natürlich auch mit einer Reihe toller Menschen, mit denen ich regelmäßig zu tun habe, mit jenen Menschen, die sicher auch Freunde sind. Grundsätzlich bin ich ziemlich harmoniesüchtig und mag mich einfach mit allen verstehen – wohlwissend, dass es Personen gibt, die ich auch nicht mehr verstehen will, weil es an rechter Propaganda, an rassistischem Gedankengut etc. einfach auch nichts zu verstehen gibt!

3. Worauf verwendest du viel Zeit?

Menschen und Computer und neuerdings auch auf mich selbst 😉

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Wenige – Witze ist ein ziemlich schwieriges Thema. Mein Komikzentrum ist da sehr selektiv konstruiert – obwohl ich aus dem jecken, närrischen Rheinland komme. Gestern habe ich von Carolin Kebekus „AlphaPussy“ gesehen. Da waren sehr viele, sehr schöne Momente dabei, die mich laut auflachen ließen. Torsten Sträter mag ich sehr und gut gemachtes Politik-Kabarett, was jetzt langsam wieder kommt.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Ohja – wobei ich gerade lerne es zuzulassen. Nicht der schlechteste Weg, wenn man so nah am Wasser gebaut hat, wie ich und Pipi zu allen möglichen Gelegenheiten in die Augen bekommt.

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Aus den drei großen Ks: Kuss, Kaffees, Kippen

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Dem Sohn meines ♥Menschen, als der sich wieder zu seiner Mutter verabschiedete heute

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

Im Gesichtsausdruck (so wie sie ihrer Mutter), in der Hartnäckigkeit und Penetranz, hin und wieder auch in der Boshaftigkeit, in der Vorsicht fremden Menschen gegenüber, Entscheidungen aus dem Bauch und mit dem Herzen zu treffen, die scharfe Zunge.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Die großen Ks: Küssen, Kwalmen, KaffeeTrinken, KatzenKraulen

10. Kannst du gut vorlesen?

Ich lese gerne vor. Menschen, die auf meinen Lesungen waren behaupten auch, dass ich das gut mache.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Bis zum 4. Lebensjahr. Der eine Weihnachtsmann und das andere Christkind haben sich nicht sonderlich geschickt angestellt. Dafür glaube ich heute an die Kraft der Einhörner 😉

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Eine Insel mit Leuchtturm, ein paar Häuschen für liebe Menschen, mit vielen Dünen, viel Birkenwäldchen, vielen Schafen – Walliser Schwarznasen

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Geduld

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Club der roten Bänder steht seit 2017 ganz oben auf der Liste. Ansonsten bin ich bekennende TrashTVjunkyne. WalkingDead, FearTheWalkingDead, TinStar, Voice of Germany

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Als Kind. Vergnügen geht für mich nicht überein mit Fahrgeschäften höher, weiter, besser, sensationeller.

16. Wie alt möchtest du gern werden?

Alt werden ist nichts für Feiglinge. Und ich glaube, in Zeiten wie diesen wird jeder zum Feigling, wenn er an das Alter denkt.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An den letzten Urlaub mit M. 

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Ver- und zerstörend.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nein.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Jetzt, gerade, eben, vorhin, heute früh, gestern, letzte Woche, im Dezember – November – Oktober… Eigentlich bin ich Dauerzweiflerin, selten -verzweiflerin. Doch, bei genauer Betrachtung meiner selbst kann ich schon zum dem Schluss kommen, dass ich ständig an mir zweifele, mein Denken, Handeln, Sein in Frage stelle und reflektiere. Richtig krass an mir gezweifelt habe ich…

Als die Herren Ibrahim, Dirk & Co. 2016 Probleme nicht mit Gesprächen klärten, sondern Presse,  Polizei, Anwälte und Staatsanwälte damit beschäftigten und die Herren Egbert und Axel  auf diesen Zug aufsprangen und meinten, sie müssten mir einen Denkzettel für das Ungemach verpassen, das ich ihnen vermeintlich seit Jahren bescherte. Damals wurde übrigens schon das geprobt, was dann 2017 auf dem Marktplatz seine Vollendung fand – Der öffentliche Pranger für politische Gegner und jene, die den „Herren“ nicht in den Kram passen. Mit den (Be-)Drohungen, den „Besprechungen“ auf rechten Plattformen und dem abartigen Gesabbel der Bewegten klar zu kommen war schon hart, schon weil sich das Ganze auch gegen meine Liebsten und mein Umfeld richtete und ich wirklich Angst hatte, dass sich die Aggressionen und Repressionen nicht nur mehr gegen mich, sondern auch gegen jene Menschen richten könnten, die ich in dieser Zeit begleitete und betreute.

 

 

2 Antworten auf 2018 ♥ 1.000 Fragen an mich…

  • tschämmbahloh sagt:

    hej bigi, hast du dir die bilder vong ema-gedöhns in der ozett angesehen? 75 prozent der alten männer, waren wahrscheinlich dabei als der h.g. den namen ans uniportal tackerte. die frauen durften damals ja noch nichts auszer gören fürs vaterland züchtigen. kaum zu glauben, dasz sich hgw so zur peinlichkeitsnummer entwickelt hat.irgendwie schade.das gibt so wenig grund zurückzukommen.

  • Melli sagt:

    Schöne Idee mit dem Stöckchen und mutig, wenn ich überlege, wer hier alles mitliest. Aber du wirst schon wissen was du tust. Unsere Freundin ist mit anderen Dingen beschäftigt, wie in der OZ zu lesen ist. „…ein bisschen wie Drohung…“ Manche verstehen es als Drohung, andere als Erpressung und wieder andere fragen sich „Who the fuck is ******?“

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