Daumen hoch?!

NEVER FORGET

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NEIN ZU NAZIS




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LogBuch

Eigenlob stinkt…

…weiß ich doch 😇

Und doch möchte ich euch eine persönliche Nachricht, die mich letzte Nacht erreichte, ein Jahr, nachdem auch ich zu einem der Gesichter Greifswalds wurde – und knapp eine Woche, nachdem man mir mal wieder ein braunes ShitStürmchen versuchte entgegen zu pusten und man sich in übelstem GassenJargon über mich ausließ, nicht vorenthalten:

…Dafür umso schöner, wenn man auf Menschen wie dich trifft. Lass dich von nichts und niemandem runter machen und Insallah behältst du immer deine Leidenschaft und Stärke bei, sodass du immer mehr Menschen im Herzen berühren kannst und zu mindestens diese, dank dir, dann weiter machen und für Gutes auf der Welt sorgen.

Wisst ihr, solange mir in der Mehrheit solche Worte entgegen gebracht werden, ich mehr solche Nachrichten erhalte als ShitStürmchen ernte und mich liebe Menschen auf diese Art und Weise in meinem Denken und Handeln unterstützen und bestätigen, solange mache ich doch einfach weiter.

In diesem Sinne – immer schön menschlich bleiben

#MenschlichkeitIstMeineHandschrift

 

 

 

OH MEIN GOTT – Sie bewegen sich!!!11!!

Nein, ich rede nicht von der Gruppe. Um die und ihre „Dialoge der Sorge“ kümmern sich jetzt Fachkräfte. 😉

Ich rede von 18 jungen Menschen. Sie bewegen sich. Sie laufen durch den Ort und ja, sie fahren sogar mit dem Bus zur Schule! Sie haben gekämmte Haare und saubere Kleidung. Sie gehen auch in der Dunkelheit auf der Straße. Und das – meine Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, das geht mal gar nicht! 😱

Ich selbst schwanke gerade zwischen totaler Sprachlosigkeit, hysterischem Lachen und unfassbarer Wut…

Aufhänger dafür ist ein Artikel aus der OZ, der online leider mal wieder nur als Bezahlartikel zur Verfügung steht. Roland Meyer, nicht nur parteilos und  Bürgermeister aus Mölschow auf der Insel Usedom gibt der OZ ein Interview mit dem Titel: „Ein Teil der Einwohner hat Angst“ Mölschows Bürgermeister Roland Meyer (69) spricht über sein Dorf und über die Flüchtlinge. Ihr erinnert euch, Usedom ist die Insel, auf der laut Landtagswahl 2016 nahezu jeder 2. auf den Stimmzettel mindestens ein braunes Häufchen Kreuzchen gemacht hat.

Zu diesem Interview fallen mir nur ganz viele Superlative ein – die absolut nichts mit „super“ zu tun haben. Davon abgesehen, dass ich nicht weiß, was mich eigentlich mehr aufregt …

  • die Insulaner Usedoms, die zum Teil nicht mal Aborigines sind und sich schon in Populismus und Fremdenhass übten, bevor überhaupt ein unbegleiteter Minderjähriger die Insel betrat (Ich erinnere mich nur zu gut an eine Veranstaltung im Oktober 2015 hier im Rathaus, wo vermeintliche Besorgte bereits ihrem Unmut versuchten Luft zu machen. Damals erhielten sie wenigstens noch ein wenig Gegenwind von z.B. Herrn Pegel. Das Lüftchen von damals ist leider derweil massiv abgeflaut, nachdem sich die politischen Interessen und Betätigkeitsfelder des Herrn veränderten)
  • oder dieser Bürgermeister, der PIIIEEEPPPP, PPIIIEEEPPPPPIIIEEEPPPP, PIIIEEEPPPP, PIIIEEEPPPPPIIIEEEPPPPPIIIEEEPPPP. ***

Was den Abdruck dieses, meiner Meinung nach, unsäglichen, populistischen, fremdenfeindlichen, PIIIIEEEEEP Interviews betrifft, bin ich derzeit noch zwiegespalten. Klar, das ist Futter für die Gruppe, jeden MöchtegernNazi, Rassisten, ProvinzPegidioten und die AfD.
Andererseits finde ich es gar nicht so schlecht, dass so viel Menschenverachtung (ja, mal wieder von einem Mandatsträger aus unserem Landkreis) publik gemacht wird.

 

Ich bin eine NaziX

zumindest eine bekennende GrammarNaziX

und wenn ein „Bewegter“ aus dem Facebook-Kreise „Was Greifswald bewegt“ und mindestens „besorgter“ Busfahrer,

  • der ganz öffentlich unter anderem dazu steht,
  • die AfD zu wählen,
  • der verurteilte Holocaust-Leugnerinnen huldigt,
  • der NPD-Pastörs Videos teilt,
  • und der einen menschenverachtenden N****-Header zum Titelbild seines Facebookauftritts wählt,
  • der im vergangenen Jahr nur wenige Gelegenheiten ausließ, auf der o.g. Plattform gegen Geflüchtete zu hetzen,
  • UND der keine Gelegenheit auslässt, im sicheren Umfeld und mit Duldung und Unterstützung o.g. Plattform, also quasi im „Rudel“,  gegen einzelne Menschen der engagierten und couragierten Zivilgesellschaft unserer Stadt zu hetzen, diese zu beleidigen, anzupöbeln und zu beschimpfen,

wenn dieser „Bewegte und Besorgte“ seine „Meinung“ innerhalb einer Nacht intensiven „Online-Gesprächs“ derart ändert, dass er sich offen und vehement für unsere neuen Nachbarn ausspricht, ihnen nahezu „zur Seite springt“, sie ausdruckstark gegen von ihm erfundene Vorwürfe verteidigt, sich gegen Fremden- (Ausländer-)hass ausspricht,

dann ist das mir selbstnatürlich einen Beitrag im SynchronUniversum wert.

Wie es dazu kommt

Das überparteiliche und lose Bündnis Greifswald für Alle hat sich vor mehr als einem Jahr gegründet, als sich Besorgte auch in unserer Stadt zusammenrotteten, um als „ProvinzPegida“ montags spazieren zu gehen und sich als „Folck“ zu präsentieren. In kürzester Zeit fanden sich viele, viele UnterstützerInnen für das Bündnis, die mit und für die Idee, in unserer Stadt keine Menschenverachtung, keinen Rassismus, keine NAZIonalen Idiotologien zu dulden, das Bündnis bereicherten und in seinem Handeln für die Weltoffenheit, Toleranz und Demokratie in unserer Stadt einstanden. So verfasste das Bündnis vor zwei Monaten etwa, bedingt durch die skrupellose Koalition, welche die BI Wolgast zum Erhalt des Kinderkrankenhauses mit der „ProvinzPegida“ schloss, einen offenen Brief an die im Land und im Kreis  Vorpommern-Greifswald vertretenen Parteien, sowie die im Kreistag VG sitzenden Fraktionen und Einzelmitglieder. Geteilt wurde dies natürlich über den Facebookauftritt von Greifswald für Alle, unter dem sich nun in den vergangenen Tagen, also weit zwei Monate nach Erscheinen des Artikels plötzlich zwei Kommentatoren bemüßigt sahen, das Thema auf ihre Weise erneut ins Gespräch zu bringen. Soweit, so gut – dem Bündnis ist es stets ein großer Wohlgefallen, wenn Inhalte nachhaltig diskutiert und den BürgerInnen ins Gedächtnis gerufen werden.

Wir haben uns mit einem offenen Brief an die im Land und im Kreis Vorpommern-Greifswald vertretenen Parteien sowie die…

Posted by Greifswald für alle on Mittwoch, 16. November 2016

Besagter bewegter und besorgter Busfahrer jedoch, tat sich, ungeschützt von seinem Rudel der geschlossenen Gruppe „Was Greifswald bewegt“, dadurch hervor, dass er zum wiederholten Mal zum Nachteil des Bündnismitgliedes Gregor Kochhan hetzte und zu provozieren versuchte. Nachzulesen ist der Beitrag mit all seinen Kommentaren >>hier<<

Der Busfahrer macht Laut:

Hier steckt nur ein verbohrter einsamer alter Küchentischrauchender Mann hinter, der seine Hetze hinter „Greifswald für alle“ versteckt.

Es kam wie es kommen musste. Bündnismitglieder positionieren sich klar gegen die Hetze, das passt dem Besorgten natürlich nicht, dieser ereifert sich immer weiter, wird grob beleidigend, pöbelt und irgendwann hatte ich, nicht nur gerade nichts besseres zu tun in der Nacht und mischte mich ein. Wer schreibt bleibt, so sicherte ich erstmal alle bis dahin getätigten Aussagen, die – zusammengenommen mit Äußerungen aus der jüngsten Vergangenheit, ein wunderbares Paket für die Staatsanwaltschaft abgeben. Weil ich prinzipiell nicht zu den Menschen zähle, die „hintenrum“ und anonym agieren, gab ich das auch zum Besten und hatte natürlich sofort den Besorgten, mit all seiner stilsicheren Wortgewandheit an der Backe. Nun wäre er nicht er, wenn er nicht auch Schauermärchen über mich zu erzählen wüsste und so gräbt er „seine Meinung“ über den Gelddiebstahl im November aus [das SynchronUniversum berichtete ausführlich über den „bewegten Meinungsaustausch“, der zum Glück des Verfassers seinerzeit gelöscht wurde]. Gut, er weiß es vielleicht nicht besser und ich erwarte von solchen Personen natürlich nicht, dass sie alle meine Beiträge verfolgen und sie obendrein noch verstehen. So stellte ich nach dem ersten echauffierten Ausbruch des Busfahrers noch einmal in einfachen Worten klar, dass ich seinerzeit niemanden unter Generalverdacht stellte und schon gar keine Geflüchteten. (Eher im Gegenteil. Ging es mir doch auch darum, dass der gemeine Dieb sich theoretisch hätte an vielen Besuchern der Veranstaltung bereichern können, eben auch an den Geflüchteten. Im Gegensatz zu den Besorgten, die dies in ihrer Gruppe unverblümt und umgehend thematisierten, haben die Geflüchteten mein Ansinnen verstanden und entsprechende Rückmeldungen gegeben, ob oder ob sie nicht auch um Geld erleichtert wurden.)

Okay, auch mit der Reaktion darauf, konnte ich rechnen. Oder nicht??? Och, was liest sich denn da zwischen den Zeilen? Hmm… zeitgleich suchte der Besorgte allerdings den Schutz seines Rudels und heulte sich bei ihm aus. Andererseits liest man auch hier von unschuldigen Flüchtlingen. Sehr verwirrend.

Frei nach dem geflügelten Wort „Alle guten Dinge sind 3“ versuchte ich weiter, das unsägliche Missverständnis aufzuklären, dass ich niemanden und schon gar keine Geflüchteten Menschen unter Generalverdacht stellte. Ich weiß ja nicht, wie es in besorgten Kreisen zugeht – aber die Menschen, die seinerzeit anwesend waren, zählen zu meiner derweil recht großen Familie und in meiner Familie halten wir es, wie übrigens in jeder guten Familie – man bestiehlt sich nicht. Vielleicht ist das unter Besorgten und ihren Familien oder in der Familie des Busfahrers anders?

Ein befreundeter Staatsanwalt, der ebenfalls schlaflos und noch online, verfolgte auf Hinweis die Diskussion und gab mir parallel lobende Ryckmeldungen. Es war ein Bild für die Götter – Mama bigi im Bett, bewaffnet mit meinem Smartphone und einem TestTablet, versorgt mit köstlichem türkischen Apfeltee und Chips statt obligatorischem PopCorn, den Juristen zunächst am Ohr, dann an den Tasten, versuchte ich einerseits die Textschöpfungen meines Gegenübers zu entziffern und zu deuten, in Folge dann darauf souverän zu antworten. Wäre mir das Gegenüber nicht schon mit all seinen Meinungen bekannt, ich hätte schmunzeln wollen. Wunderbar war unter anderem die Stelle, in der er (Herr Google hält des Besorgten schulischen Lebenslauf bereit) offenbar hilflos versuchte, meine Bildung in Frage zu  stellen. Dann bekam ich plötzlich Geldprobleme, von denen ich bislang noch nichts wusste.

Und immer und immer wieder, dieses Auftreten als selbsternannter Schutzpatron der Geflüchteten.

Freundlich verwies ich den Besorgten auf den unsäglichen Beitrag seines bewegten Kollegen aus dem November, den dieser – die Gründe hierfür seien dahingestellt – löschte und gab ihm so die Möglichkeit, seine ständigen Wiederholungen von Falschbehauptungen einfach nochmal zu überdenken und erntete…

Nun, als überheblich werde ich in der Regel nur vom Rudel der Bewegten bezeichnet, was für mich in der Tat und alleine in diesem Zusammenhang ein echt geiles Kompliment ist, zeigt es mir doch, dass ich im „Dialog“ zunächst mal alles richtig mache.

 

Schließlich und endlich

Der kleine Zeiger stand zwischen 3 und 4 und der Große näherte sich bedächtig der 12 als der besorgte, bewegte Busfahrer nochmals all seine Kraft zusammennahm mit folgendem Statement das Finale einläutete:

Ja natürlich geht das gar nicht. Und ja richtig, wenn jemand, weil ihm Geld fehlt, Geflüchtete unter den Generalverdacht des Diebstahls stellen würde, dann ist das rassistisch, dann ist das echt NAZI.

Herr Busfahrer, Sie haben es endlich, endlich erkannt:

DAS GEHT MAL GAR NICHT! Das geht mal genauso gar nicht, wie Nordafrikaner unter den Generalverdacht gestellt werden, für das verantwortlich zu sein, was da widerwärtiges zu Silvester in Köln 2015/2016 geschah. Das geht mal so gar nicht, wie 1.000.000 Geflüchteter unter den Generalverdacht gestellt werden, dass diese alle mit mehreren Pässen unseren Sozialstaat abzocken. Das geht mal so gar nicht, wie alle neuen Nachbarn unter den Generalverdacht gestellt werden, Wirtschaftsflüchtlinge zu sein. Das geht so mal gar nicht, dass alle Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns nach Deutschland flüchten, unter den Generalverdacht gestellt werden, Terroristen und Krieger des IS zu sein. Ich könnte diese Liste endlos weiterführen. Und ja – wer das tut, wer Geflüchtete unter solchen Generalverdacht stellt, der sollte sich PFUI, was schämen!!!11!!

Dies lässt sich übrigens ohne Weiteres auch auf jene Menschen übertragen, die mit viel Liebe, Menschlichkeit und persönlichen Ressourcen anderen Menschen helfen, die sich für andere hilfsbedürftige Menschen einsetzen, egal welchen Alters, Hautfarbe, Kultur, Religion, sexueller Lebensweise oder persönlicher Befindlichkeit. Das geht mal so gar nicht, diese Menschen unter den Generalverdacht zu stellen, kriminelle, linksextreme, linksradikale Terroristen zu sein.

Ich freue mich sehr, dass Sie scheinbar nun wirklich verstanden und Verständnis haben. Und ich kann es kaum erwarten, dass Sie dieser wundervollen Entwicklung dadurch Ausdruck verleihen, indem Sie ihr Headerbild menschenfreundlicher gestalten und sich auch sonst, von rassistischen und menschenfeindlichen Inhalten auf Facebook trennen. Vielleicht ist es Ihnen ja auch irgendwann möglich, sich gegenüber Ihrem Rudel entsprechend zu behaupten und Ihr neu erlangtes Wissen zu teilen?

Im nächsten Schritt unterhalte ich mich sehr gerne darüber, dass das sogenannte „Bashing“, Diffamierungen, Verleumdungen und Beleidigungen keine demokratischen Stilmittel einer Zivilgesellschaft sind, dass Hass und Neid niemanden weiterbringen, sondern vereinsamen lassen dass ehrliche Freundlichkeit, Respekt und eine entsprechende Kommunikation viel zielführender sind, als wilde Beschimpfungen, Beleidigungen und Pöbeleien, ja sogar das Leben angenehmer und lebenswerter gestalten.

Achja,

und ich möchte bitte nicht mehr hören, ich sei nicht dialogfähig im Bezug auf Besorgte. Wenn ich das letzte Nacht nicht eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe, dann weiß ich auch nicht… 😂

 

Gute Vorsätze

Eigentlich hatte ich schon seit Jahrzehnten mit dem Thema  „Gute Vorsätze“ abgeschlossen, wenn – ja wenn im vergangenen Jahr nicht so unfassbar liebenswerte Menschen den Weg zu uns gefunden hätten, denen es zu helfen galt (und nachwievor gilt). Menschen, die unter Lebensgefahr aus Kriegs- und Krisengebieten nach Europa, nach Deutschland kamen, im Land MV strandeten und in unserem Landkreis „verteilt“ wurden. Menschen, deren Schicksale vielen von uns nicht egal sind, deren Erlebnisse und Geschichten uns berührten, für die wir uns seit Monaten mit aller Menschlichkeit und Liebe einsetzen, um sie zu integrieren, um ihnen einen Neuanfang und damit ein Leben fern von Gewalt und Terror zu ermöglichen. Doch schon ganz bald nach ihrer Ankunft zeigten sich Gesichter in Greifswald, die den neuen Nachbarn weniger aufgeschlossen gegenüberstanden, die sich nach eigener „Meinung“ sorgten und die es zuließen, dass diese Sorge in Hass umschlug. Last but not least, wurden diese Menschen in einem Landkreis ausgesetzt, dessen Verwaltung rasch allerlei Anlass zu Verbesserungswünschen und -vorschlägen bis hin zur Kritik gab. Natürlich machten wir, die wir uns redlich um einen reibungslosen Willkommens- und Integrationsprozess bemühten, damit keine Freunde – wer lässt sich schon gerne in die Karten des „Geschäfts Flüchtling“ schauen, wer gibt schon gerne zu, dass er mit seiner  Vielzahl an „Jobs“ und Aufgaben im Bereich der Integration als Einzelperson überfordert ist und überhaupt, sind wir Frauen, LinksExtreme, Kriminelle und StudentInnen, die sich gefälligst herauszuhalten haben und mit denen manN eh nicht auf Augenhöhe zusammenarbeiten kann. Den Geflüchteten bespaßen gerne, die Arbeit nicht ausreichend vorhandenen Personals erledigen, super – aber bitte Klappe halten und schon gar keine Veränderungen wünschen. Wie ließ es unser Sozialdezernent doch vor kurzem in den Medien verlautbaren: „So konnte er einige Forderungen der Helfer gar nicht ernst nehmen…“[Das SynchronUniversum berichtete]

Im Übrigen wurden die Fragen rund um dieses Interview bis heute nicht beantwortet, der Bitte nach Klärung bis heute seitens des Landkreises nicht nachgekommen. Im Gegenteil. Doch dazu sicher im Neuen Jahr mehr.

So lautete mein guter Vorsatz im letzten Jahr – „Weitermachen“ – „Nicht unterkriegen lassen“ – „Allen Drohungen und Verrohungen zum Trotz, Klare Kante zeigen“ – „Sauereien aufdecken“ – „Mensch Mama bigi bleiben“ und „Landkreis und Politik vernehmbar hinterfragen“ (Wenn dann keine Antworten kommen, sind das auch Antworten).

Ich habe in 2016 weitergemacht, mich nicht unterkriegen lassen – auch nicht, als plötzlich einzelne Herren der **U ihren „Denkzettel“ für die seit 2010 politisch, polarisierend aktive Birgit Schulz zu schreiben begonnen, habe jene „Herren“ und ihre Politik hinterfragt, ebenso wie das „Geschäft Geflüchtete“ in unserem Landkreis und deren Nichtantworten, habe mich stark gemacht für die Menschen, habe klare Kante gezeigt, war mehr als trotzig, durfte erleben, wie Mama bigis Familie stetig weiter wuchs.

Gerade was die vielen Jobs und Tätigkeiten betrifft, die auf den Schultern eines Mannes im Landkreis verteilt sind, der damit und als Person zu massiven Beschwerden und Klagen Anlass gibt, habe ich mir in diesem Jahr eine deutliche Veränderung, vorallem aber z.B. offene Ohren, Respekt und Hilfe gewünscht. Das war naiv, wie ich heute weiß. Es gibt keine Veranlassung, sich jene Menschen mit Sorgen und Problemen anzuhören, die sich um die Geflüchteten drehen und man übt sich weiter im Schulterschluss.

Gemeinsam mit dem PummelEinhorn schaute ich heute in die magische Kugel, um zu sehen, was 2017 bereit hält. Es ist zu sehen, dass es gerade im Neuen Jahr wohl notwendiger wird denn je, sich stark zu machen für Menschen, denen es nicht so gut geht, für jene Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns gekommen sind und wohl nur noch vereinzelt zu uns finden werden, dass wir den Rechten aus welchen Gruppierungen, Gidas und Parteien sie auch kommen, noch stärker entgegentreten müssen, dass auch diesem Landkreis Menschlichkeit wieder salonfähig werden muss und, dass wir mit unseren Sorgen, Problemen und Klagen dann eben an „höheren“ Stellen hausieren gehen müssen – so lange, bis uns jemand zuhört und mit uns, anhand der Probleme, Sorgen, Klagen, Belege, Beweise und Zeugen hinterfragt und anklagt. Wenn man sie hier nicht hören und sehen will, dann vielleicht ja andernorts.

 

Gerne stelle ich weiter die vielen Schuhe bereit, die sich gerne der Eine oder Andere anziehen und entsprechend reagieren mag. Denn wenn wir es hier in unserem Umfeld mit der Menschlichkeit nicht gebacken bekommen, wie soll es denn im Großen schaffen? Wenn wir es hier nicht schaffen, Populisten, Rechten und Anbetern postfaktischem Dummfugs Paroli zu bieten, wie wollen wir verhindern, dass eine Partei, die Angst für Deutschland im Programm stehen hat, bei der Bundestagswahl so richtig absahnt? Wie sollen wir die Menschen hier integrieren, wenn sie als erstes lernen, dass auf ihre Kosten intrigiert wird? Wie bitte soll das alles hier weitergehen, wenn immer und immer wieder in der Politik, der Verwaltung und seitens unserer „HochleistungsJournalistInnen“ eine Gruppe Menschen gegen eine andere ausgespielt wird, wie zum Beispiel die Kinder Arbeitsloser gegen die Kinder Geflüchteter oder Obdachlose gegen Geflüchtete oder Greifswalder, welche zur Tafel gehen gegen Geflüchtete – oder… und das ist für mich persönlich ein absolutes NoGo – ukrainische Geflüchtete gegen syrische Geflüchtete?

 

 

 

So lautet mein guter Vorsatz für 2017:  „Weitermachen“ – „Nicht unterkriegen lassen“ – „Allen Drohungen und Verrohungen zum Trotz, Klare Kante zeigen“ – „Sauereien aufdecken“ – „Mensch Mama bigi bleiben“  – „das Integrationsbuch mit Laura fertig schreiben und veröffentlichen“ und lauter und mehr denn je, für die Menschen  „Landkreis und Politik vernehmbar öffentlich hinterfragen“, zum Beispiel, solche Aussagen, wie sie dieser Tage in der OZ nachzulesen sind – das mit den vermeintlich besonders vielen Kindern in 2016 führt nicht nur bei mir zu Irritation, Erstaunen und jede Menge Fragen…

 

Fortsetzung folgt

in 2017

 

In diesem Sinne wünsche ich einen friedlichen Jahreswechsel und …

immer schön Mensch bleiben.

RyckBlick – GlyckBlick

Eigentlich wollte ich mir mit meinem persönlichen Ryckblick noch etwas Zeit lassen. Doch nach den tragischkomischen Verlautbarungen eines Rechtsanwalts von vorgestern wurde ich noch ziemlich nachdenklich.

Mein GlyckBlick 2016

Wer im SynchronUniversum liest, hat ja ungefähr eine Vorstellung davon, was im vergangenen Jahr alles geschah, mit wem ich mich genötigt sah, den einen oder anderen GrabenKampf auszufechten, und dass am Ende dann doch immer ich irgendwie mit erhobenem Haupt aus den Situationen hinaus gehen konnte, dass mir Recht, Wahrheit und die Liebe schließlich und endlich irgendwie hold waren. Ob Kleine Anfragen (mit denen sich übrigens besagter Anwalt schon damals selbst entlarvte), ob die Darstellungen meiner Person als Landkreis Feind Nr. 1, ob persönliche Querelen, Anfeindungen, Diffamierungen, übelste Hetze, Versuche meine Existenz zu ruinieren, Angriffe gegen meine Liebsten – weil ich tue, was ich liebe und – wie ich es im vergangenen Jahr im Ryckblick versprach, für die Menschen um mich herum, die Hilfe benötigen, kämpfe wie eine Löwin. Klar macht das wütend. Sicher ist das ermüdend. Hin und wieder ist es erheiternd – vor allem aber macht es demütig und dankbar.

Denn ich habe das große Glyck, nicht nur den welt- und universumsliebsten Herzensmenschen seit nunmehr 7 Jahren an meiner Seite zu haben, auf den ich bauen, dem ich vertrauen, dem ich glauben kann. Mit dem ich eine Einheit bilde, ohne dass wir uns in unseren Freiheiten beschneiden (es sei denn, wir beschränken uns selbst). Dieses Gefühl der immerwährend flatternden Letterschminge im Herzen, das Vermissen – wenn er nicht da ist, die Liebe, mit jeder Sekunde, die er bei mir ist. Danke dafür mein Herz.

Ich habe das große Glyck, gleich ein „Lieblingsmenschen“-Quartett um mich zu haben. Silke, Luan, Bilal und Lauri. Egal um was es geht, egal zu welcher Uhrzeit – ihr seid immer für mich da, habt ein offenes Ohr, diskutiert und lacht mit mir, weint, lästert und motzt mit mir und gebt mir das Gefühl, am Ende wird alles gut! Liebe, Liebe, Liebe – und noch viel mehr Liebe, vor allem aber Menschlichkeit – das zeichnet euch aus, das macht euch so unfassbar wichtig für mich. Danke für euch.

Doch was wären wir, was wäre ich, ohne unsere / meine Freunde und superstarken Wegbegleiter und -bereiter. Allen voran Hüseyin und Mandy, denen wir auch nachts noch bei Apfeltee auf die Nerven gehen können und die allzeit bereit, für kleine und große Sorgen oder einfach mal eine Umarmung; Gregor und Anne, die sich in diesem Jahr wieder mehrfach überschlugen, um zu helfen, um uns zu helfen und unsere kleine Welt hier in dieser Stadt und drumherum mit Freundschaft und Menschlichkeit zu infizieren. Torsten „Hildebrandt“, den wir alle, weit über seine Grenzen hinaus beanspruchen durften und der ein „geht nicht“ oder „kann nicht“ nur dann über die Lippen bringt, wenn seine eigene Welt kurz vorm Einsturz steht. Jessica, Anastasia und Andreas, die sich in diesem Jahr in mein Herz katapultierten und mit denen ich die liebevollsten und geilsten TuEsDays ever bestreiten darf, Khaled, Marten & Ibrahim – mein ChaosTrio, das ich so sehr ins Herz geschlossen habe, Ebru du Sonnenschein – danke für dich!, „Unsere Jungs“ aus der Feldstraße, die ICH-AGs von dort und all jene Menschen aus aller Herren Länder, die wir nach dieser Zeit kennen- und liebenlernen durften, die nicht, wie ihnen vorgeworfen wird fordern, sondern unsere Gemeinschaft fördern, die ihre Liebe einbringen, ihre Freundschaft schenken. HelpingHands, FrauenForum, Greifswald für Alle, Greifswald hilft Geflüchteten, Netzwerk Migration, meine Brinkies und Turbinen und erst kurz, aber nicht weniger vertraut, das Afghanistan Netzwerk. Unsere syrischen Familien, bei denen wir so willkommen und geliebt sind, wie in unseren eigenen, mit denen uns ein Band verbindet, das weit über die arabische Gastfreundschaft hinaus geht. Ihr alle seid mein großes Glyck in diesem – auch in diesem Jahr, und kein Danke dieser Welt, kann das beschreiben.

Janna & Uli, ihr zwei SuperFrauen, die ihr weit entfernt und doch so mit mir verbunden. Denn uns eint ein Band, an dem wir weiß Gott nicht viel geknüpft haben in diesem Jahr – aber es eint uns, von Herz zu Herz.

Meine kleine Familie, von der ich räumlich weit entfernt, aber im Herzen so nah bin – Sie ist mein Glyck.

Ja, ich bin noch abhängig von der Gnade des Staates, da das kleine TaschenGeld aus meiner BufdiStelle zum Leben nicht reicht – aber ich habe das Glyck aufstocken zu können.

Ich habe eine kleine Einraumwohnung, ein Dach über dem Kopf, eine Heizung die funktioniert und liebenswerte, freundliche Nachbarn. Wir interessieren uns für einander und achten auf uns. Mein großes Glyck, auch wenn ich gerne alleine bin, nicht in der Anonymität zu leben, sondern Menschen um mich herum zu haben, die nicht zusehen, sondern nachsehen – die nicht weg- sondern hinschauen.

Ich bin gesund. Und wenn ich mal den Kopf unter dem Arm trage, dann kann ich dank meiner Krankenversicherung zu einem Arzt gehen und mir helfen lassen.

Ich arbeite – 56 bis 80 Stunden die Woche, an Wochenenden und Feiertagen, bin jederzeit erreichbar, für die Menschen, die meine Hilfe brauchen – und sei es nur ein Moment des Zuhörens. Und das, und das ist mein allergrößtes Glyck, ich behaupte sogar – das ist purer Luxus – zweisam mit meinem Herzmenschen, der die Leidenschaft Menschlichkeit mit mir teilt und dem es gut geht, wenn er weiß, dass es den Menschen um ihn herum gut geht.

Im vergangenen Jahr hatte ich unvergessliche persönliche Glycksmomente.

Im Januar wurde ich durch den Greifswalder Künstler TsamOne zu einem der Gesichter Greifswalds. Es war eine unfassbare Ehre für mich, zwischen all den prominenten und wichtigen Menschen der Stadt ausgestellt zu sein.

Persönliche Befindlichkeiten, eine gehörige Portion Eitelkeit und ein wenig professionelles Auftreten einiger weniger Politiker der **U, supported by Lawyer and the Landkreis of course, ließ zunächst viele berufliche Türen vor meiner Nase zuknallen, damit sich im August, ein auf den ersten Blick unscheinbares, für mich aber großartiges und traumhaftes Tor öffnete. So lebe ich meinen beruflichen Traum für mindestens ein Jahr und das ist für mich unfassbares Glyck.

Ich durfte den coolsten Kapitän meines Universums persönlich kennenlernen, Kapitän „KlareKante“ Schwandt.

Die persönliche Begegnung mit „meinem“ letzten CharakterKopf unserer Politik Gregor Gysi, ein unglaublicher Nachmittag.

„Meine“ FamilienZusammenführung. Welcome Daghsh!

Und zum Ende des Jahres haben es mein Herzmensch und ich tatsächlich geschafft, uns 5 gemeinsame Tage Zweisamkeit auf unserer kleinen Insel Pellworm, auf der RosenWarft zu stehlen.

Und – uuuuund – ich habe ein PummelEinhorn geschenkt bekommen.

Ich gebe zu, mich auf diese kleinen und großen Glycksmomente zwischen unsäglichem Krieg, Gewalt und Terror in der Welt, zwischen all den widerlichen Hetzattacken und verbalen Übergriffen, Stolperfallen, Gemeinheiten und Unmenschlichkeiten zu besinnen, sie zu genießen und als Glyck zu begreifen ist sicher nicht immer ganz einfach. Aber in der Summe betrachtet, bin ich ein reicher Mensch. Reich an Freundschaft und Liebe, reich an Sympathie und Empathie und dafür bin ich unfassbar dankbar, ja demütig.

Das ist nicht selbstverständlich.

Das beweisen all jene Gestalten, denen es materiell und finanziell sicher viel, viel besser geht – aber Reichtümer machen eben nicht glücklich und versauen den Charakter. Jene Wesen, die vielleicht morgens zu einer Arbeit gehen, die sie hassen. Personen, die derart krankhaft nach Macht und Karriere gieren, auf Pöstchen lauern, dass sie nach oben buckeln und schleimen und nach unten treten. Leute, die ihre eigenen Leute verraten, nur um bei ihrem Marionettenspieler gut dazustehen. Frauen und Männer, die sich in Gruppen zusammenrotten, um Schwächere für ihre eigenen Schwächen und Unfähigkeiten, ihr eigenes Unglück auf die widerlichste Art büßen zu lassen. Einsame, unglückliche Seelen, die jeden für ihr Elend verantwortlich machen und selbst Menschen wie mir, das kleinste Glück, meine Freiheit und Persönlichkeit neiden. Sie kaufen oder erpressen sich ihr Glück, ihre Familien und ihre Freundschaften. Personen, die ihre eigenen Unzulänglichkeiten und ihr eigenes Versagen, ihr Scheitern am Leben anderen in die Schuhe schieben und sich als Rassisten, Antisemiten und homophobe Hetzer am Leid Millionen anderer Menschen ergötzen. Gier und Neid sind ihr Antrieb. Kriminelle, die mit dubiosen Praktiken und Geschäften ihr Leben vermeintlich lebenswerter, sich selbst aber sicher nicht liebenswerter machen. Ihnen ist nichts heilig, außer ihr eigener kleiner Kosmos, ihr eigener kleiner Arsch. Während sie in diesen Tagen auf Familie machen, mit ihren Kindern am Weihnachtsbaum „Ihr Kinderlein kommet“ singen und die Geburt von Gottes Sohn feiern, beklatschen sie ab Dienstag wieder den Tod tausender Menschen im Meer, unterbinden Familienzusammenführungen und werden zu Massenmördern, indem sie Abschiebungen in Kriegsregionen forcieren. Sie beten „Großer Gott, wir loben dich“ und kriminalisieren, verfolgen und töten jene, die glauben „Gott ist groß“. Narzisten, die alle Werte und Tugenden für ein politisches Amt, eine halbe Seite mit Foto in der Zeitung oder einen Beitrag in den Regionalnachrichten über Bord werfen, nennen mich GutMensch, Bahnhofs- oder WillkommensKlatscher und TeddybärWerfer. Sie bezichtigen mich verleumderisch linksradikaler oder linksextremer Straftaten, der Beleidigung oder Verleumdung. Sie betiteln mich als polarisierend politisch aktiv. Sie dichten mir Krankheiten und Insolvenz an, bedrängen und bedrohen mein Umfeld.

Diese Personen sind die wahren Verlierer, ganz, ganz arme, bemitleidenswerte Wesen.

Kennt ihr Mr. Ebenezer Scrooge? Er ist ein solch armes, bemitleidenswertes Wesen, ohne Herz, ohne Menschlichkeit, ohne Freude und Freunde, verbittert, gierig, geizig. In Disneys „Eine Weihnachtsgeschichte“ geht er im Traum auf Reisen mit dem Geist der Vergangenheit, dem Geist der Gegenwart, dem Geist der Zukunft. Eine Reise, die das Leben des alten Zausels komplett auf den Kopf stellt und verändert. Eine solche Traumreise wünsche ich all jenen, die sich wie Mr. Scrooge um nichts scheeren, für vom Gebot der Nächstenliebe nur verstehen „… dich selbst.“

Und ich?

Ich schaue zuryck auf das ausklingende Jahr, bin glycklich und nehme diese Energie mit in 2017.

 

 

 

 

 

Meinen „Menschen 2016“ und potenziellen Menschen 2017, meinen Freunden, jooden Bekannten und Lesern wünsche ich friedliche und glyckliche Festtage und ein gesundes Neues Jahr. Genießt den Moment, begreift das Glyck, bleibt menschlich und herzlich. 🎅🏽

Na, da hat sich aber jemand…

gaaaaanz weit aus dem Fenster gelehnt.

Da blättert man weihnachtlich, besinnlich durch die OZ und dann das:

Wenn man den unfassbaren Luxus genießt, in diesen Tagen nichts zu tun und Langeweile zu haben, könnte man mit seinen Kindern etwas hübsches für Mutti zu Weihnachten basteln, den Weihnachtsbaum aussuchen oder schon einmal aufstellen.  Man könnte mit seiner Familie einen Tag im Zoo verbringen, zum Handball gehen oder einfach was Gutes für die Mitmenschen tun. Man könnte Weihnachtsgrüße schreiben – nicht per eMail – in eine schöne, vielleicht von den Kiddies selbstgebastelte Weihnachtskarte. Das alles geht auch, wenn man mit Weihnachten gar nichts am Hut hat – warum auch immer. Kinder freuen sich doch eigentlich immer, wenn sich ihr Vati mal Zeit für sie nimmt und mit ihnen etwas unternimmt.

Auch wenn die Kinder aus dem Haus sind oder man keine Kinder hat, gibt es eine breite Palette Beschäftigungsmöglichkeiten.

Man könnte  einfach nur Mensch sein.

 

 

Nöö,das überlässt man ICH-AGs und Gutmenschen und übt sich in dem, was man das ganze Jahr schon macht.

Reaktionen darauf lassen nicht lange auf sich warten.

http://www.al-vg.eu/2016/12/frei-erfundene-vermutungen-werden-zur.html

http://www.al-vg.eu/2016/12/so-oder-so-mimimi.html

 

Der traurige Weihnachtsmann

Dezember im Jahr 2016, der Weihnachtsmann ist guter Laune und höchst motiviert. Zum vierten Mal seit 2013 hat er die wundervolle Aufgabe, gemeinsam mit dem AStA Universität Greifswald und Laura, im Landkreis Vorpommern-Greifswald dezentral untergebrachten Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten Weihnachtsgeschenke zu machen. Der AStA und Laura haben über Wochen „Weihnachten im Flüchtlingsheim“ organisiert, die Herzen potentieller Spender angesprochen und geöffnet und viele, viele Spenden gesammelt. Ferner wurden die jeweiligen Integrationsverantwortlichen und Betreuer kontaktiert, um zu erfahren, wen es zu beschenken gilt.

traurig2Die Zusammenarbeit lief hervorragend. Aus den jeweiligen Unterkunftsregionen wurden Listen versandt, jeweils mit Vornamen, Alters- und Geschlechtsangaben, sodass die hunderten Päckchen personalisiert werden konnten. Aus allen Unterkunftsregionen? Nein, denn auch im vierten Jahr dieses wunderbaren Weihnachtsprojektes, wurde sich in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wieder gesperrt, „Weihnachten im Flüchtlingsheim“ sabotiert. Obwohl die jeweiligen Feierlichkeiten seit Wochen feststanden, und dem Integrationsbüro die Einladungen für die Familien zur Verteilung zugingen (eine Liste aus Vornamen, Alters- und Geschlechtsangabe wird seit 4 Jahren aus „Datenschutzgründen“ nicht ausgegeben), übten sich die vermeintlichen Gesichter der Integration erneut in Verhinderung. Schlimmer noch – nachdem offiziell feststand, dass es erstmalig im Begegnungszentrum MOLE ein Fest geben sollte, tauchte plötzlich eine Einladung für den gleichen Tag, zur gleichen Zeit, für das Integrationsbüro auf. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Die Einladungen „Weihnachten im Flüchtlingsheim“ wurden also wieder nicht an die Familien weitergeleitet.

Ein Mistverständnis?

traurig1Ich denke NEIN, denn zum Einen ist die Kommunikation, an der sich auch Verantwortliche der Integration und des Landkreises beteiligt haben, unmissverständlich. Zum Anderen erhielten die Weihnachtsengel auf persönliche Anfrage im Integrationsbüro am Montag die saloppe Antwort: „Wir haben heute alle ins Zentrum geschickt.“ Ferner wurde wieder einmal angeregt, man könne die Geschenke ja im Integrationsbüro vorbeibringen, dann würden sie von dort verteilt. (Was in den drei Jahren zuvor teilweise erst mit Monaten Verspätung geschah). Alleine diese Aussage impliziert, dass einzelnen Personen und Verantwortlichen im Landkreis eine Selbstdarstellung wieder wesentlich wichtiger war, als die Zusammenarbeit mit anderen Freiwilligen, als die Teilnahme an einem integrativen Projekt, das nicht von ihnen selbst erdacht, das nach vier Jahren ein fester Bestandteil des Greifswalder Weihnachten ist.

So blieb der Weihnachtsmann auch in diesem Jahr alleine und konnte die Geschenke für die dezentral untergebrachten Menschen in Greifswald nicht an die Kinder übergeben. Die überwiegende Anzahl der Kinder wurde wieder um ein schönes Fest gebracht und durfte ihre ganz persönlichen Geschenke nicht vom Weihnachtsmann entgegennehmen. Das stimmt nicht nur den Weihnachtsmann sehr, sehr traurig.

Das Warum und Wieso dieser Haltung (und ich denke nach vier Jahren kann man in der Tat von einer Haltung sprechen), ist nicht zu erklären und absolut unverständlich. Alleine die Herren, die sich öffentlich über ihr „Tun“ und „Wirken“ in unserer Stadt und im Landkreis äußern und keine Gelegenheit auslassen, ihr vermeintliches „ehrenamtliches“ Engagement hervorzuheben, während sie seit Jahren eine Vielzahl Helfer und Freiwilliger regelmäßig diskreditieren, diffamieren und verleumden, die sich jeder Zusammenarbeit entziehen, sich mit fremden Federn schmücken, Ideen kopieren und keine Möglichkeit auslassen, jedem Freiwilligen, der sich nicht im GnadenKosmos der Landkreis-Integration bewegt, mindestens ein Bein zu stellen, sollten sich wirklich schämen. Denn diese Haltung geht nicht etwa zu Lasten der vielen, vielen großzügigen Spender und der Menschen, die „Weihnachten im Flüchtlingsheim“ organisieren, die sich über Wochen bis spät in die Nacht diesem Projekt widmen, Veranstaltungsorte aussuchen, Spenden sortieren, verpacken und personalisieren, die Festorte gestalten und schmücken. Diese Haltung ist eine Ohrfeige für jedes einzelne Kind, dem „Weihnachten im Flüchtlingsheim“ eine schöne Zeit, einen festlichen Moment und ein Geschenk schenken sollte. Eine Ohrfeige von Verantwortlichen, die selbst Väter, teilweise mit Migrationshintergrund sind.

traurig3Dass „Weihnachten im Flüchtlingsheim“ und Integration Hand in Hand gehen und auch am Ende dieses teilweise so erschreckenden Jahres Herzen berühren kann, zeigen im Übrigen alle anderen teilnehmenden Verantwortlichen und Betreuer, die mit Herzblut und viel Liebe unterstützen und am Ende Familien eine fröhliche, friedliche Zeit schenken, über die sie noch lange ganz begeistert erzählen. So traf der Weihnachtsmann erstmalig in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in der Brandteichstraße auf dutzende Kinder, die mit einem glücklichen Lächeln und strahlenden Augen ihre Geschenke von ihm entgegen nahmen. Um den Weihnachtsmann zu entlasten, feierten die „Großen“ rund um die Bescherung ein wundervolles internationales Weihnachtsfest.

 

 

 

 

 

Einer meiner kritischen Vorab-Leser meiner Texte, der diese unter anderem auf strafrechtlich relevante Inhalte prüft (in diesem Jahr bekam ich ja wahrlich Übung im Umgang mit Strafanzeigen wegen mutmaßlicher Verleumdung und Beleidigung – die im Übrigen alle eingestellt wurden), fragte mich, ob ich das anlässlich der Amokfahrt in Berlin, den Todesschüssen in Ankara und den blutigen Vorfällen in einer Moschee in Zürich, nicht lieber später senden wolle. In der Tat habe ich  kurz darüber nachgedacht. Andererseits halte ich diese Geschichte, bzw. die eben kritisierte Haltung für ein wunderbares Beispiel.

Wenn Integration und die Arbeit dafür – egal ob ehrenamtlich oder hauptamtlich geleistet, in solch einem wundervollen Zusammenhang, einem Weihnachtsfest, im Kleinen nicht funktioniert, dann kann auch alles andere in einer Gesellschaft nicht funktionieren. Wenn mangelnde Ideen, ein gesteigertes Geltungsbedürfnis, Gier, Neid, politische und Karriereinteressen dafür sorgen, dass Zwietracht gesät wird, Populismus auf fruchtbaren Boden fällt und die Menschen, um die es sich zu kümmern gilt, als lästiger Bestandteil eines lukrativen Geschäfts betrachtet werden, wenn manN versucht Kulturen  gegeneinander auszuspielen, wenn man auf Kosten von Menschlichkeit und Empathie seinge ganz eigenen Interessen durchsetzt, dann führt das über kurz oder lang zu „Problemen“, Problemen, die ich nur aus Erzählungen meiner Eltern, Großeltern und dem Geschichtsunterricht kenne.

 

Unfassbar

Vorwort:

Ich bin 51 Jahre alt und seit weit über 30 Jahren nicht nur politisch interessiert und aktiv, sondern auch „Freiwillige“. Nicht nur in meiner schulischen und beruflichen Vita gibt es Stationen sozialen und caritativen Schaffens, sondern auch und besonders in meiner Freizeit, habe ich mich stets mit Menschen für Menschen, vom Kleinkind, über Erwachsene bis hin zu Senioren engagiert, die in irgendeiner Art und Weise Hilfe bedürfen. Ich habe Kleinkinder auf einer Kinderkrebsstation bespaßt, habe aktiv die Tafel unterstützt, mich in ObdachlosenUnterkünften verdingt, bin als Schwesternhelferin, z.B. als „grüne Tante“ in Kliniken und Seniorenheimen  gewesen und habe in multikulturellen Einrichtungen geholfen. In allen Bereichen gab es gute und schlechte Zeiten, erlebte ich viel Herausragendes aber eben auch Kritikwürdiges. Doch das, was HelferInnen / Freiwillige / Ehrenamtliche sich hier im Landkreis Vorpommern-Greifswald mitunter bieten lassen müssen, nur weil sie berechtigte Kritik an Teilen der Verwaltung des Landkreises, bzw. deren Haltung oder Arbeit üben – das ist mir in der Tat noch nicht untergekommen, bestätigt und entsetzt gleichermaßen und stellt spätestens seit 2015 für mich persönlich eine komplett neue Herausforderung dar.

Richtigstellung nicht Rechtfertigung

Am 02. Dezember dieses Jahres war in unseren regionalen Medien (OZ und NK) die Erstellung des  Integrationskonzeptes des Landkreises Thema, nachdem sich die Beteiligten wenige Tage zuvor zur ZwischenKonferenz in Anklam trafen. Diese Berichterstattung entsprach nicht nur meinen Vorstellungen sondern bestätigte auch in Teilen meine Ahnungen. Doch das ist gerade nicht Thema. Mein Thema ist die Passage eines Interviews zur Konferenz und zum Konzept, das der Nordkurier mit dem Sozialdezernenten und 2. Beigeordneten der Landrätin, Dirk Scheer führte.

„Ja, da sind Proteste gesteuert worden. Das ging schon am zweiten Tag los, nach dem wir eine Notunterkunft errichtet haben. In dieser Hoch-Zeit im vergangenen Jahr war die Belastung psychisch und körperlich für alle Beteiligten enorm. Und einige Forderungen, die damals von Ehrenamtlichen kamen, konnte ich dann auch nicht ganz ernst nehmen.“

WTF???

Zunächst einmal bin ich sehr, sehr glücklich darüber, dass sich die Alternative Liste dieses Passus angenommen hat und neben mir auch anderen Betroffenen und HelferInnen die Möglichkeit zur Stellungnahme bot.
Gesteuerte Proteste

Parallel dazu führte ich bis heute unfassbar viele konstruktive Gespräche und diskutierte, ob und wie weiter mit dieser Aussage verfahren werden sollte. So wurde u.a. kritisch angemerkt, dass es keinen Sinn mache, sich immer und immer wieder zu rechtfertigen. Richtig, denn es gibt nichts, wozu ich mich, wozu sich auch nur eine Helferin oder ein Helfer, der damals in der Turnhalle aktiv war und heute noch aktiv ist, rechtfertigen müsste. Im Gegenteil.
Viel mehr sehe nicht nur ich die Notwendigkeit, die damalige Situation  dar- und besonders für den Sozialdezernenten richtig zu stellen. Was nun also folgt, ist eine Richtigstellung der Ereignisse vom 02. November 2015 aus meiner ganz persönlichen Sicht. Dem einzigen Protest, den es in dieser Form gab und für den sich die Freiwilligen vor Ort heute noch diffamieren und anfeinden lassen müssen.

RyckBlick auf den 2. November 2015

Am Mittag des 2. November 2015 wurde ich während der Arbeit von der Freiwilligen Oksana telefonisch über die Unruhen in der Turnhalle informiert und um Hilfe gebeten.

O: Die Jungs haben ihre Betten raus gebracht. Sie wollen streiken. Was sollen wir tun?
B: Wir können nichts tun. Das sind erwachsene Menschen. Klärt sie nochmals* über mögliche Konsequenzen auf. Sie sind frei und genießen hier in Deutschland Demonstrationsrecht.

021115-1

nochmals* – Die Helferschaft hatte in den Wochen zuvor bereits zwei, von den Syrern angedachte Demonstrationen, zu denen im Übrigen auch das Lakentransparent mit der Bitte um würdige Unterkunft in Wohnungen von zwei Syrern, die der deutschen Sprache schon ein wenig mächtig waren, erstellt wurde, in sachlichen Gesprächen abgewendet. Bei einem dieser Aufbegehren ging es um die nicht vorhandene Möglichkeit Wäsche zu waschen. Die Herren verfügten nur über das, was Sie am Leib trugen und ein paar weitere Einzelteilen, die sich allesamt nicht für die derzeit herrschenden empfindlich kalten Temperaturen eigneten. Ferner wurde den Menschen vom INTEG e.V. der Zugang zur vereinseigenen Kleiderkammer (die noch nicht perfekt eingerichtet, aber sehr gut gefüllt war) seinerzeit verweigert, so dass Freiwillige Einkäufe und Spenden organisierten, u.a. beim DRK Gahlkow, der sich sehr großzügig und kooperativ zeigte.

 

O: Auf uns hören sie nicht wirklich – kannst du kommen und dein Glück versuchen?

 

Etwa eine Stunde später war ich vor Ort, wie auch die OZ (wer diese informierte ist bis heute unklar. Den Syrern selbst sollten die Konsequenzen erst in den folgenden Tagen bewusst werden),  Redakteure des Webmoritz, diverse HelferInnen, der Sozialarbeiter und interessierte Menschen.
Da ich den Eindruck hatte, dass sich die Presse noch „umsah“ warnte ich die Geflüchteten davor, mit der OZ zu sprechen, da sie, in Form der anwesenden Personen, nicht auf deren Seite sei. Bereits im Vorfeld hatte sich die OZ durch ihre Flüchtlingsberichterstattungen als wenig objektiv und neutral bewiesen. Doch dieser Ratschlag kam leider zu spät, da bereits ein paar wenige Gespräche geführt wurden. Natürlich verzichtete die OZ u.a. darauf, die Geflüchteten zu fragen, ob und in welcher Form ihr Name abgedruckt werden darf. Ein Hinweis, den sie den Helfern nicht geben brauchte. Eine Reihe von Helfern verweigerten die Angabe ihres Namens und mussten sich von der OZ-Mitarbeiterin mehr als unprofessionell dafür beschimpfen lassen. Selbst der eindeutige Verweis darauf, dass man zum Schutz der eigenen Person, der Geflüchteten UND des Areals Turnhalle keine Namen nennen wollte, überzeugte die OZ nicht. Im Gegenteil – wie sich aus der späteren Berichterstattung erlesen lässt. Diese Berichterstattung war es dann auch, die der WebMoritz zum Thema machte:

Berichterstattung Fatale

halle1Doch was eigentlich genau passierte, sollte auch ich erst nach vielen Fragen in Erfahrung bringen. Laut Aussagen der HelferInnen vor Ort, an denen ich nicht den geringsten Zweifel hege, wurde wie jeden Tag zu Mittag gegessen und anschließend gemeinsam gespielt, sich unterhalten und gelernt, als  zwei der Geflüchteten begannen ihre Betten zusammenzupacken, auf arabisch ein paar Worte mit den anderen Menschen zu wechseln und die Turnhalle in Richtung Sportplatz zu verlassen.

Im weiteren Verlauf baten verschiedenste Syrer immer wieder darum, mit einem Verantwortlichen des Landkreises und / oder der Stadt sprechen zu können. Sie erwogen sogar, mit ihren Betten weiter zum Rathaus zu ziehen und dort zu demonstrieren, um sich Gehör zu verschaffen. Dies wurde dank intensiver Gespräche und der Einflussnahme von HelferInnen und der Integrationsbeauftragten der Stadt (die sich dankenswerter Weise den Gesprächen stellte) verhindert.

021115-2Schnell wurde klar, um was es den Menschen auf dem Sportplatz vor der Turnhalle ging.
Hier ein paar Statements der Geflüchteten seinerzeit, die ich während der Gespräche zwischen ihnen und mir /uns erfasst habe. Die Namen sind vereinheitlicht, da u.U. aus vergangener Berichterstattung Rückschlüsse gezogen werden könnten. Keiner der damals falsch „Zitierten“ dachte, dass sein Name vollständig veröffentlicht würde und war im Nachhinein mehr als verärgert über die Darstellung der OZ. Für 7 der 8 hier zitierten Menschen, war die Unterbringung in der Turnhalle, sowie der spätere Umgang mit ihnen, z.B. im Integrationsbüro, Grund genug, mit ihrer Anerkennung nicht nur die Stadt, sondern den Landkreis und / oder MV zu verlassen. So habe ich auch keine Möglichkeit mehr, sie zu fragen, ob sie vielleicht jetzt mit ihrer Namensnennung heute einverstanden wären.

Ahmat1: Wir werden seit Wochen von einem Camp ins nächste gebracht. Man sagte uns, wir wären nur ein paar Tage hier. Wir sind dankbar, dass ihr uns helft und jeden Tag kommt. Aber so wollen wir das nicht mehr. Wer ist verantwortlich? Wir wollen die Verantwortlichen sprechen.
Ahmat2: Eine Woche haben sie gesagt, dann bekommen wir eigene Zimmer. Wir können nicht schlafen, nicht denken, nicht lernen. Wir werden alle krank.
Ahmat3: Die Zeitungsfrau fragt nach dem Essen. Als wäre Essen das Problem. Wir fühlen uns hier wie Vieh.
Ahmat4: Wir wollen nicht den Freiwilligen Probleme bereiten. Aber wir möchten über unser Problem sprechen. Die Freiwilligen können das Problem nicht lösen.
Ahmat5: Wir bleiben so lange hier, bis jemand mit uns spricht, der etwas zu sagen hat. Auch über Nacht.
Ahmat6: Gib mir ein Zimmer, gib mir eine Wohnung, dann gehe ich sofort weg von hier. Sie haben versprochen es dauert nur vielleicht eine Woche.
Ahmat7: Ich bin krank. Ich brauche Ruhe. Mit so vielen ist das Stress. Das ist nicht gut für mich.
Ahmat8: Ich schlafe hier draußen. Dann werde ich krank und komme in ein Krankenhaus. Besser mit 4 anderen in einem Zimmer als mit 50.

Indes wurde unter den Helfern der Verdacht geäußert, dass sich die OZ telefonisch mit Dirk Scheer über die Berichterstattung besprochen hätte. Dies führte wiederum zu  Aufregung und zu einem Gespräch zwischen der Mitarbeiterin der OZ, sowie der Integrationsbeauftragten, der VoSi, und den anwesenden Herren Kochhan und Aydin.

Derweil wurden in der INTEG Gruppe, u.a. von zwei Personen aus dem Vorstand des Vereins, Statements zu der Situation, der sie sich selbst entzogen, gepostet. Dies bewog einige der Mitglieder und Aktiven des Vereins, diesem den Rücken zu kehren, ihre Tätigkeit für den Verein per sofort einzustellen und die Mitgliedschaft zu beenden.

Es wurde dunkel, richtig kalt und begann zu regnen – doch die Herren harrten draußen aus. Einige Helfer solidarisierten sich und leisteten Gesellschaft, suchten immer wieder das Gespräch, um die Situation zu beenden. Andere versuchten die wenigen in der Halle zu bewegen, auf ihre „Kollegen“ Einfluss zu nehmen. Schließlich war es Herr Aydin, der bei den Geflüchteten als Respektperson gilt, der den Menschen zuhörte, mit ihnen diskutierte und sie mit einem Versprechen dazu bewegte, in die Halle zurückzukehren. Er versprach, sich  persönlich für sie und ein Ende der Turnhallenzeit, zumindest aber ein Gespräch mit der Landkreisverwaltung  oder eine klare Terminansage des Landkreises bis zum Ende der Woche, einzusetzen.

Am Tag darauf besuchte die OZ im Auftrag von Herrn Scheer (so ihre Aussage gegenüber dem Sozialarbeiter und mir) nochmals die Turnhalle und setzte der Berichterstattung des Vortags noch ein Krönchen auf. Da die Syrer über den ersten Artikel nicht sonderlich begeistert waren, verweigerten sie sich natürlich jedem weiteren Gespräch, woraufhin der zweite Artikel anhand der Namen, die vom Vortag bekannt waren zusammengeschrieben wurde.

Soviel zu dem, was der Sozialdezernent Scheer als „gesteuerte Proteste“ bezeichnet. Meine Fragen zu seiner Äußerung über die nicht ernstzunehmenden Forderungen, möchte ich natürlich auch hier wiederholen. Von welchem der Wünsche sprechen Sie? Den Wunsch nach Privatsphäre? Den Wunsch nach einem Ort, an dem sich Menschen zurückziehen können, nachdem sie ewig lang auf der Flucht waren? Den Wunsch nach der Möglichkeit, nach mehreren Wochen in den gleichen Klamotten, einmal vernünftig waschen zu dürfen? Ganz zu schweigen von dem Wunsch, dass man sich seitens der Verwaltung mit den Menschen unterhält und nicht über sie urteilt, sie verurteilt und sie offensichtlich umgeht. Hält Dirk Scheer unter anderem den Wunsch nach persönlicher Kommunikation (er hätte nicht einmal selbst erscheinen müssen, sondern eine Vertretung schicken können) für eine nicht ernstzunehmende Forderung? Konstruktiver Austausch über die Möglichkeiten menschenwürdiger Unterbringung – eine nicht ernstzunehmende Forderung?

Was mich persönlich aber fast noch mehr interessiert  –  Wie geht diese Haltung überein mit der Integration der Menschen in der GU Brandteichstraße, vor allem wenn diese komplett belegt ist und dem gerade entstehenden Integrationskonzept? An beidem möchten sich viele Freiwillige / HelferInnen / Ehrenamtliche beteiligen, ihre Ideen, Visionen, Wünsche und ja, in der Tat auch Forderungen einbringen.

UPDATE 05.12.2016 – Die Alternative Liste veröffentlicht weitere Statements

 

halle

Zeit der RyckBlicke – Abgezockt & Ausgenutzt

Offene Fragen aus dem Landkreis der Mauschler & Klüngler oder Was wurde eigentlich aus …?

nobodykehrsFür Freiwillige und HelferInnen der Geflüchtetenhilfe gab es in diesem Jahr ein Thema, das allerorts und immer wieder zu Diskussionen führte, an deren Enden in der Regel ein großes Fragezeichen seinen Platz fand.

Was ist eigentlich aus dem Beschwerdekatalog über den Integrationsbeauftragten unseres Landkreises geworden?

Im Sommer 2015 zunächst noch in aller Munde und mittlerweile unter dem Teppich des Landkreises? Warum gibt es immer noch keine befriedigenden, richtigstellenden und klärenden Antworten auf die vielen Fragen, Stellungnahmen zu den Beschwerden und Anschuldigungen, die sich bis zum heutigen Tag mehren?
Seinerzeit gelangten teils massive Beschwerden von Geflüchteten und Migranten ans Tageslicht, die sich in ihrer Gesamtheit um den Integrationsbeauftragten des Landkreises und seine diversen, für den Otto-Normal-Bürger nicht wirklich durchschaubaren Tätigkeitsfelder, Zuständigkeiten und „Pöstchen“ rankten (Integrationsbeauftragter, Betreuer dezentral untergebrachter Asylbewerber, Dolmetscher, Vorstand des Integrationsvereines, Stellvertreter des Ausschussvorsitzenden für Sport, Soziales und Jugend in der Bürgerschaft, Geschäftsführer (?) Gesundheitstourismus A.G. Med * etc.). Der Leser mag sich gerne verschiedene Szenarien ausmalen, in denen sich ein dezentral untergebrachter Geflüchtete über „etwas beschweren“ möchte, was seine Versorgung oder Betreuung betrifft.
Damals rauschte es nur so im regionalen und überregionalen Blätterwald. Die Folge sind bis heute diverse Strafanzeigen gegen jene, die sich über die Monate hinweg kritisch mit der Integrationsarbeit im Landkreis auseinandersetzten, die Aussage unserer Landrätin, dass Al Najjar über alle Zweifel erhaben und das Gesicht der Integration sei. Und auch seitens des Sozialdezernenten Scheer, des Sozialamtleiters Hamm und anderen Vertretern des Landkreises, werden Nachfragen und Klärungsversuche schlichtweg nicht zugelassen. Parallel dazu könnte sich eventuell, vielleicht das Gefühl in der Öffentlichkeit breit machen, dass man versucht, bestimmten Menschen in der Geflüchteten- und Integrationsarbeit ihren Einsatz so schwer wie möglich bis hin zu unmöglich zu machen, damit sie erst gar keine Fragen stellen?  FunFact am Rande, die Koalitionen aus Landkreis, Politik und Vereinen, die sich hierzu im letzten Jahr gefunden haben.

 

Doch was war dran, an den Vorwürfen und Beschwerden?

Hier hüllt sich der Landkreis in das Korsett des Schweigens, welches so stramm gebunden ist, dass selbst gleichlautende oder weitere Anschuldigungen und Beschwerden, die nach der Berichterstattung bekannt werden, erst gar kein Gehör finden – ebenso wenig, wie die, die es betrifft. Statt sich mit den Menschen persönlich in einem Gespräch auseinanderzusetzen, (laut LK gibt es keine Veranlassung mit den Geflüchteten zu sprechen) und dabei vielleicht sogar Missverständnisse auszuräumen, so es sich denn um Missverständnisse handelt, wird der Asylbewerber als undankbar, fordernd und integrationsunwillig, wenn nicht sogar -verweigernd dargestellt. Ich möchte ja gar nicht behaupten, dass dies in einzelnen Fällen nicht zuträfe. Sicher gibt es in der Reihe von Anschuldigungen und Beschwerden auch Punkte, die gar nicht in die Zuständigkeit AlNajjars oder des Landkreises fallen. Andererseits gab es in dem Beschwerdekatalog aus 2015 und gibt es bis heute Vorfälle und Vorgehensweisen, die nicht nur hinterfragt, sondern unbedingt geklärt gehören. Damals wie heute gibt es zu diesen Geschehnissen Menschen, nicht nur aus dem für den Landkreis so leidigen „HelferInnenkreis“, sondern teilweise aus öffentlichen Institutionen und Einrichtungen, welche Beschwerden und Anschuldigungen bestätigen oder bezeugen, bzw. aus dem eigenen Erleben in Kooperationen und Netzwerken, mit eigenen Eindrücken und Wahrnehmungen im Bezug auf die „Zusammenarbeit“ beitragen können. Denn eines der größten Missverständnisse scheint zu sein, dass dieser Beschwerdekatalog einzig die Vorwürfe Geflüchteter beinhaltet.

Was meint ihr? Passiert hier noch irgendwas, erfährt der interessierte Bürger noch etwas oder wird gekehrt, bis der Teppich Dünenlandschaften ausbildet? Werden hier noch Konsequenzen gezogen und wie sehen diese aus? Übernimmt noch jemand Verantwortung?

Und was ist dran an der aktuellen Gerüchteküche?

Initialzündung für diesen besonderen RyckBlick war für mich die Gerüchteküche, die gerade im Landkreis Temperatur aufnimmt und zu brodeln beginnt. Ein Gerücht, das sich bis in die niederen Auen der HelferInnenLandschaft gerade herumspricht, lässt mich, im Bezug auf alle offenen Fragen aus der obigen Ryckschau, sehr nachdenklich werden. Was ist dran an dem Gerücht, dass die Stelle des ehrenamtlichen Integrationsbeauftragen in eine hauptamtliche Stelle umgemünzt werden soll, da die Stelle „Betreuung dezentral untergebrachter Geflüchtete“ auf Grund der zentralen Unterbringung in der Stadtrandsiedlung zukünftig wegfiele?** Eine Entwicklung, die ich im Bezug auf die Stelle persönlich sehr begrüßen würde, da ich mir schon seit eineinhalb Jahren den Mund darüber fusselig rede, dass eine solche Arbeit ehrenamtlich und alleine überhaupt nicht zu leisten ist. Für einen Landkreis unserer Größe, bedarf es meiner Meinung nach mindestens zwei hauptamtlicher Integrationsbeauftragte – und zwar eine Frau und einen Mann. Doch damit alleine ist das Gerücht noch nicht aus der Küche und auf dem Teller. Es geistert nämlich noch eine weiterführende Frage, durch die unendlichen Weiten unseres Landkreises: Was ist dran an dem Gerücht, dass eine potentielle Stelle eines/r hauptamtlichen Integrationsbeauftragten, bereits mit dem derzeitigen Integrationsbeauftragten als besetzt gelte?

Ich für meinen Teil freue mich auf die Kleinen Anfragen rund um dieses Gerücht, wer sie stellt und ob der mutmaßlichen Besetzung einer mutmaßlich hauptamtlichen Stelle eines Integrationsbeauftragten des Landkreises genauso viel Beachtung geschenkt wird, wie der Besetzung einer BFD-Stelle in der Greifswalder Verwaltung.

* Aktuell findet sich in den Kopfzeilen von Informationsblättern aus dem Büro des Integrationsbeauftragten, der Hinweis auf einen Deutsch-Arabische-Medizinische Gesellschaft e.V. im Zusammenhang mit der Betreuung dezentral untergebrachter Geflüchteter. Dahingehende Recherchen irritieren erheblich und initiieren weitere Fragen.
** Über das Vorgehen, wie die GU in der Brandteichstraße mit Leben gefüllt und mit den Menschen, die dort hin umgezogen werden sollen, umgegangen wird, gibt es vielleicht, bestimmt zeitnah einen gesonderten Artikel. 


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