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Gute Vorsätze

Eigentlich hatte ich schon seit Jahrzehnten mit dem Thema  „Gute Vorsätze“ abgeschlossen, wenn – ja wenn im vergangenen Jahr nicht so unfassbar liebenswerte Menschen den Weg zu uns gefunden hätten, denen es zu helfen galt (und nachwievor gilt). Menschen, die unter Lebensgefahr aus Kriegs- und Krisengebieten nach Europa, nach Deutschland kamen, im Land MV strandeten und in unserem Landkreis „verteilt“ wurden. Menschen, deren Schicksale vielen von uns nicht egal sind, deren Erlebnisse und Geschichten uns berührten, für die wir uns seit Monaten mit aller Menschlichkeit und Liebe einsetzen, um sie zu integrieren, um ihnen einen Neuanfang und damit ein Leben fern von Gewalt und Terror zu ermöglichen. Doch schon ganz bald nach ihrer Ankunft zeigten sich Gesichter in Greifswald, die den neuen Nachbarn weniger aufgeschlossen gegenüberstanden, die sich nach eigener „Meinung“ sorgten und die es zuließen, dass diese Sorge in Hass umschlug. Last but not least, wurden diese Menschen in einem Landkreis ausgesetzt, dessen Verwaltung rasch allerlei Anlass zu Verbesserungswünschen und -vorschlägen bis hin zur Kritik gab. Natürlich machten wir, die wir uns redlich um einen reibungslosen Willkommens- und Integrationsprozess bemühten, damit keine Freunde – wer lässt sich schon gerne in die Karten des „Geschäfts Flüchtling“ schauen, wer gibt schon gerne zu, dass er mit seiner  Vielzahl an „Jobs“ und Aufgaben im Bereich der Integration als Einzelperson überfordert ist und überhaupt, sind wir Frauen, LinksExtreme, Kriminelle und StudentInnen, die sich gefälligst herauszuhalten haben und mit denen manN eh nicht auf Augenhöhe zusammenarbeiten kann. Den Geflüchteten bespaßen gerne, die Arbeit nicht ausreichend vorhandenen Personals erledigen, super – aber bitte Klappe halten und schon gar keine Veränderungen wünschen. Wie ließ es unser Sozialdezernent doch vor kurzem in den Medien verlautbaren: „So konnte er einige Forderungen der Helfer gar nicht ernst nehmen…“[Das SynchronUniversum berichtete]

Im Übrigen wurden die Fragen rund um dieses Interview bis heute nicht beantwortet, der Bitte nach Klärung bis heute seitens des Landkreises nicht nachgekommen. Im Gegenteil. Doch dazu sicher im Neuen Jahr mehr.

So lautete mein guter Vorsatz im letzten Jahr – „Weitermachen“ – „Nicht unterkriegen lassen“ – „Allen Drohungen und Verrohungen zum Trotz, Klare Kante zeigen“ – „Sauereien aufdecken“ – „Mensch Mama bigi bleiben“ und „Landkreis und Politik vernehmbar hinterfragen“ (Wenn dann keine Antworten kommen, sind das auch Antworten).

Ich habe in 2016 weitergemacht, mich nicht unterkriegen lassen – auch nicht, als plötzlich einzelne Herren der **U ihren „Denkzettel“ für die seit 2010 politisch, polarisierend aktive Birgit Schulz zu schreiben begonnen, habe jene „Herren“ und ihre Politik hinterfragt, ebenso wie das „Geschäft Geflüchtete“ in unserem Landkreis und deren Nichtantworten, habe mich stark gemacht für die Menschen, habe klare Kante gezeigt, war mehr als trotzig, durfte erleben, wie Mama bigis Familie stetig weiter wuchs.

Gerade was die vielen Jobs und Tätigkeiten betrifft, die auf den Schultern eines Mannes im Landkreis verteilt sind, der damit und als Person zu massiven Beschwerden und Klagen Anlass gibt, habe ich mir in diesem Jahr eine deutliche Veränderung, vorallem aber z.B. offene Ohren, Respekt und Hilfe gewünscht. Das war naiv, wie ich heute weiß. Es gibt keine Veranlassung, sich jene Menschen mit Sorgen und Problemen anzuhören, die sich um die Geflüchteten drehen und man übt sich weiter im Schulterschluss.

Gemeinsam mit dem PummelEinhorn schaute ich heute in die magische Kugel, um zu sehen, was 2017 bereit hält. Es ist zu sehen, dass es gerade im Neuen Jahr wohl notwendiger wird denn je, sich stark zu machen für Menschen, denen es nicht so gut geht, für jene Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns gekommen sind und wohl nur noch vereinzelt zu uns finden werden, dass wir den Rechten aus welchen Gruppierungen, Gidas und Parteien sie auch kommen, noch stärker entgegentreten müssen, dass auch diesem Landkreis Menschlichkeit wieder salonfähig werden muss und, dass wir mit unseren Sorgen, Problemen und Klagen dann eben an „höheren“ Stellen hausieren gehen müssen – so lange, bis uns jemand zuhört und mit uns, anhand der Probleme, Sorgen, Klagen, Belege, Beweise und Zeugen hinterfragt und anklagt. Wenn man sie hier nicht hören und sehen will, dann vielleicht ja andernorts.

 

Gerne stelle ich weiter die vielen Schuhe bereit, die sich gerne der Eine oder Andere anziehen und entsprechend reagieren mag. Denn wenn wir es hier in unserem Umfeld mit der Menschlichkeit nicht gebacken bekommen, wie soll es denn im Großen schaffen? Wenn wir es hier nicht schaffen, Populisten, Rechten und Anbetern postfaktischem Dummfugs Paroli zu bieten, wie wollen wir verhindern, dass eine Partei, die Angst für Deutschland im Programm stehen hat, bei der Bundestagswahl so richtig absahnt? Wie sollen wir die Menschen hier integrieren, wenn sie als erstes lernen, dass auf ihre Kosten intrigiert wird? Wie bitte soll das alles hier weitergehen, wenn immer und immer wieder in der Politik, der Verwaltung und seitens unserer „HochleistungsJournalistInnen“ eine Gruppe Menschen gegen eine andere ausgespielt wird, wie zum Beispiel die Kinder Arbeitsloser gegen die Kinder Geflüchteter oder Obdachlose gegen Geflüchtete oder Greifswalder, welche zur Tafel gehen gegen Geflüchtete – oder… und das ist für mich persönlich ein absolutes NoGo – ukrainische Geflüchtete gegen syrische Geflüchtete?

 

 

 

So lautet mein guter Vorsatz für 2017:  „Weitermachen“ – „Nicht unterkriegen lassen“ – „Allen Drohungen und Verrohungen zum Trotz, Klare Kante zeigen“ – „Sauereien aufdecken“ – „Mensch Mama bigi bleiben“  – „das Integrationsbuch mit Laura fertig schreiben und veröffentlichen“ und lauter und mehr denn je, für die Menschen  „Landkreis und Politik vernehmbar öffentlich hinterfragen“, zum Beispiel, solche Aussagen, wie sie dieser Tage in der OZ nachzulesen sind – das mit den vermeintlich besonders vielen Kindern in 2016 führt nicht nur bei mir zu Irritation, Erstaunen und jede Menge Fragen…

 

Fortsetzung folgt

in 2017

 

In diesem Sinne wünsche ich einen friedlichen Jahreswechsel und …

immer schön Mensch bleiben.

2 Antworten auf Gute Vorsätze

  • Janna sagt:

    ..ich freue mich, dich zu kennen (Bigi) – euch begleiten zu dürfen und gelegentlich ein bissi zu helfen…und sei es auch nur mit postiven Gedanken aus der Ferne….. mit solchen Menschen hier befreundet zu sein, macht auch mich stärker, wenn es notwendig ist „klare Kante“ zu zeigen – ich versuch’s halt…….alles Liebe von der….Janna **

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